Bienenangst trotz Bienenplan in Belgien

Dass die Bienen für unser Leben und für unsere Wirtschaft wichtig ist, zeigt eine Studie aus Frankreich. Darin heißt es, dass Bienen für rund 35 % der Vermehrung von Nutzpflanzen zuständig sind. Deshalb muss das Bienensterben zurückgedrängt werden. Dazu schlugen die belgischen Bundesministerien für Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit die Hände zusammen und lancierten den Bienenplan 2017-2019. Doch schon droht neues Ungemach. In einem Bienenstock in Flandern wurde eine Asiatische Hornisse entdeckt…

Die belgische Bundesregierung stellte am Mittwoch die Leitlinien eines nationalen Bienenplans für den Zeitraum 2017 bis 2019 vor. Dieser Plan soll dabei helfen, die Bienenzüchter besser zu unterstützen und die Problematik des Bienensterbens wirksamer zu bekämpfen. Erforderliche Medikamente müssen schneller und ohne großen Verwaltungsaufwand zur Verfügung gestellt werden können.

Alleine zur medizinischen Handhabe macht das Bundesgesundheitsministerium 100.000 € frei und jeder Bienenzüchter, der sich an den Bienenplan verbindlich hält, erhält einen kleinen Zuschuss über 75 €. Damit wurden und werden kleine aber wichtige Schritte gemacht, doch womöglich ist mehr Anstrengung notwendig.

In der flämischen Ortschaft Oudenaarde in der Provinz Ostflandern wurde in einem Bienenstock eine Asiatische Hornisse gesichtet. Diese Hornissenart bedroht nicht nur die Imkerei als solche, sondern auch andere Insekten, wie Fachleute bereits wissen.

Das Institut für Natur- und Waldforschung sowie die Initiative Honeybee Vally der Universität Gent sagen dazu, dass die Asiatische Hornisse Bienen vor ihrem Bienenstock angreift und bei ausreichender Schwäche des Stocks rauben sie die dortige Brut um ihren eigenen Nachwuchs damit zu füttern. Die Asiatische Hornisse steht auf der Europäischen Liste von Tieren, die ausgerottet werden müssen.