Ärzte und medizinisches Personal haben 5 Mio. Euro zu viel angerechnet

2016 haben belgische Ärzte und Krankenpflegepersonal Honorare in Höhe von 5 Millionen Euro für Dienstleistungen angerechnet, die sie nicht geleistet haben. Diese Berechnung ergeht aus einer Untersuchung des Sozialsicherheitsamtes hervor, die am Montag von Het Nieuwsblad und Gazet van Antwerpen bekanntgegeben wurde.
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Im vergangenen Jahr konnte der Inspektionsdienst 87 Betrugsdossier abschließen und feststellen, dass insbesondere die Krankenpflege am Haus Anlass zu Falschangaben ist: Nachttarife tagsüber anrechnen oder Leistungen in Rechnung stellen, die nicht erfolgt sind, gehören zu den häufigsten Beanstandungen.

2016 wurden Bußgelder in Höhe von 1,8 Millionen Euro verhängt.

Dabei handelt es sich aber nur um die Spitze des Eisbergs, unterstreicht Lieven Annemans.

Ärzte und Krankenpflegepersonal, die Patienten und Sozialversicherung betrügen, riskieren strenge Strafen. Die Geldbußen können ggf. bis zu 200 % des geschuldeten Betrags darstellen. In besonders schweren Fällen winken Haftstrafen.

Der Betrug aufgrund der Berechnung nicht geleisteter ärztlicher oder Krankenpflegerdienste belief sich 2016 auf 3,3 Millionen Euro. Auch Patienten wollen die Sozialsicherheit über's Ohr hauen: im vergangenen Jahr für rund 65.000 Euro.