Belgien zeigt sich mit Manchester solidarisch

Viele Politiker in Belgien reagieren mit Entsetzen auf den blutigen Anschlag auf ein Popkonzert in einem Stadion in der britischen Metropole Manchester. Premierminister Charles Michel (MR - Foto) reagierte wie andere auch über Twitter und kündigte die Unterstützung unseres Landes gegenüber den Briten an.

„All meine Gedanken sind bei den Opfern in Manchester. Belgien stützt Großbritannien“, twitterte der Premier am frühen Dienstagmorgen. Auch Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois, Belgiens Innenminister Jan Jambon und Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (alle N-VA) reagierten mit Abscheu auf den Anschlag. „Schrecklich! Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen“, schrieb MP Bourgeois und Bart De Wever äußerte sich in seinem Amt als N-VA-Parteivorsitzender: „Never give in, sagte Churchill. Wir werden niemals weichen.

Auch aus den Reihen der anderen Parteien im belgischen Bundesland Flandern kamen Reaktionen. Wouter Beke, der Vorsitzende der flämischen Christdemokraten CD&V sagte, er sei fest entschlossen, eine sichere Gesellschaft durchzusetzen und Gwendolyn Rutten, Vorsitzende der flämischen Liberalen Open VLD äußerte ihren Abscheu für diesen „barbarischen Anschlag auf Menschen, die Musik und Freiheit genossen“. Sie wünschte den Opfer von Manchester, ihren Angehörigen und Freunden und auch den Einsatzkräften vor Ort viel Kraft.

Nicht zuletzt unterstrich Belgiens Außenminister Didier Reynders von den frankophonen Liberalen MR das Mitgefühl seiner Landsleute: „Wir sind solidarisch mit den Briten.“

Sicherheit

Belgien will derzeit, also auch nach dem Anschlag in Manchester (vermutlich ein Selbstmordattentat), bei dem 22 Menschen getötet und 59 weitere zum Teil schwer verletzt wurden, die Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöhen. Seit den Anschlägen auf Brüssel und Zaventem am 22. März 2016 gilt in Belgien und erst recht in der belgischen Hauptstadt ohnehin eine erhöhte Sicherheitsstufe. Zudem wurden die Sicherheitsmaßnahmen angesichts des für Mitte der Woche anstehenden Nato-Gipfels mit Teilnahme der Präsidenten der USA und der Türkei ohnehin weiter angepasst.

Absage?

Der Anschlag fand in der Arena, einem Fußballstadion in Manchester statt und zwar am Ende eines Konzerts des amerikanischen Teenageridols Ariana Grande (23). Dadurch war das Publikum durchschnittlich sehr jung und viele Familien waren vor Ort. Ariana Grande soll eigentlich am 28. Mai in Antwerpen im Sportpalast auftreten, doch die geschockte Musikerin denkt daran, ihre „Dangerous Woman Tour“ nach dem Attentat abzubrechen, was durchaus verständlich wäre.

Fußball-Metropole Manchester

Auch aus dem Sport, genauer aus dem Fußball, kommen Reaktionen. Vincent Kompany, der Kapitän der belgischen Nationalmannschaft und von Manchester City, sagte via Twitter, dass dies ein trauriger Tag für seine Stadt sei: „I would like to express my deepest condolences to the families of the victims. It's a sad day for the great city of Manchester. #Unity“

Ähnlich äußerten sich auch einige andere in England spielende Belgier, wie Adnan Januzaj, Thibault Courtois oder Michy Batshuayi. Alt-Nationalspieler Franky Van der Elst reagierte eher ungewöhnlich aber dennoch betroffen: „Und wir labern nur über Fußball…“