Trump und NATO-Gipfel legen Brüssel lahm

Die Teilnahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump am NATO-Gipfel am Donnerstag werden Brüssel (nah)verkehrstechnisch im Griff haben. Auf der einen Seite liegt dies an einer Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen und auf der anderen Seite an Demonstrationen gegen Trump und die NATO, aber auch an umfangreichen Straßenarbeiten.

US-Präsident Trump wird bereits am Mittwoch in Brüssel landen. Dann wird kurzzeitig der Nationalflughafen in Zaventem lahmgelegt. Schwerwiegender wird hier aber die Tatsache sein, dass die Straßen zwischen Brussels Airport in dem Zentrum der Hauptstadt abgesperrt werden, damit die Fahrzeugkolonne, die die Präsidentenlimousine „The Beast“ begleitet, unbehelligt ihr Ziel erreichen kann. Spötter stellen sich übrigens die Frage, ob die Präsidentenmaschine ein Bußgeld der Region Brüssel-Hauptstadt erhält. Die „Air Force One“ ist nämlich ein hier ungeliebter weil lauter Gast vom Typ Boeing 747 Jumbojet…

Ab Mittwochmittag, 14:30 Uhr, werden bereits einige Metrostationen im näheren und weiteren Bereich des Regierungs- und EU-Viertels geschlossen. Das betrifft die Stationen Kunst-Wet, Schuman, Troon, Louiza und Naamsepoort. Die U-Bahnen fahren dort, halten an den genannten Stationen aber nicht an. Das bleibt auch am Donnerstag so und zwar bis etwa 16:30 Uhr. Die Station Schuman bleibt den gesamten Donnerstag über geschlossen und zwar sowohl für den Bahn-, als auch für den Metroverkehr.

Nach Angaben der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB sind von den Maßnahmen auch einige Buslinien betroffen. Vor allem die Busse der Linien 92, 93 und 94 sind davon betroffen und all jene Linien, die den Haltepunkt Troon auf ihrer Route haben. Diese Busse fahren dann auf Umleiterwegen um das neuralgische Gebiet herum.

Verkehrsfreie Zonen

Verkehrsfrei werden an den kommenden beiden Tagen auch einige Plätze und Straßen im Stadtzentrum. Das sind Schuman, der Platz der Paläste und die Waterloolaan, sowie Bereiche des Kleinen Rings zwischen Louiza und Naamsepoort und an der US-Botschaft. Das betrifft örtlich alle Verkehrsteilnehmer, also auch Fußgänger, Radfahrer oder Biker. Zudem gilt auch überall dort Parkverbot…

Da zeitweise auch die wichtigen Verkehrsachsen und Ausfallstraßen Hertogstraat, Belliardstraat und Wetstraat für Stunden gesperrt sind, rät die zuständige Lokalpolizei der Zone Brüssel-Hauptstadt-Elsene den Berufspendlern schlicht und einfach davon ab, am Mittwoch mit dem Auto in die Hauptstadt zu kommen. Der Donnerstag ist in diesem Falle glücklicherweise ein Feiertag (Christi Himmelfahrt) und damit eher verkehrsschwach.

Um das Ganze noch ein wenig abzurunden, wird am Mittwoch im Bereich Innenstadt auch noch gegen den US-Präsidenten demonstriert. Die Demo „Trump not welcome“ nimmt ihren Anfang gegen Mittag am Nordbahnhof, um nach einer Runde im Umfeld des Einkaufsviertels wieder dort zu enden.