Hacker Inti: „Melania, come to Aalst!“

Dem ethischen Hacker Inti De Ceukelaire (Foto) ist wieder ein Coup gegen das amerikanische Präsidentenpaar gelungen. Via Facebook fand er die private Email-Adresse von Melanie Trump und lud sie auf satirische Art und Weise dazu ein, mal in seiner Heimatstadt Aalst vorbei zu schauen. Gegenüber der VRT-Onlineredaktion gab der Hacker an, dies sei sehr einfach gewesen: „Sehr unvernünftig für eine First Lady!“

Wie konnte Hacker Inti wieder einmal online bei den Trumps vorbeischauen? Ganz einfach. Er tat so, als wäre er Melania Trump, die ihr Facebook-Passwort vergessen hat. Dadurch wurde ihm möglich, sowohl die Länge dieses Passwortes zu entdecken, als auch den letzten Buchstaben der Email-Adresse, die mit dem Account Melanias verbunden war. Diese Information gab er in ein Programm ein, dass verschiedene Möglichkeiten versucht und konnte so in kürzester Zeit auf die richtige Email-Adresse der US-Präsidentengattin stoßen.

Auf die Frage der VRT-Onlineredaktion, ob seine Mails direkt bei der Adressatin ankommen oder eher bei einem ihrer Mitarbeiter, entgegnete Hacker Inti: „Ich glaube, das ist ihre persönliche Emailadresse. Das ist eine Emailadresse, die sie bereits vor Jahren selbst angelegt hat.“

Inti De Ceuckelaire ist ein sogenannter „ethischer Hacker“, also ein Hacker, der nichts stiehlt oder zerstört, der nicht erpresse oder ausnutzt. Er sucht nach Sicherheitslücken in den Systemen, um diese aufzuzeigen. Allerdings weist er Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben gerne auf humoristische Art und Weise auf ihre Fehler hin, wie er es auch schon bei Donald Trump selbst getan hat (siehe nebenstehenden Beitrag).

Warnung!

Doch angesichts der Tatsache, dass Melania die Ehefrau des amtierenden US-Präsidenten ist, ruft Hacker Inti zur Vorsicht auf: „Für eine First Lady erscheint mir das doch sehr gefährlich. Sie steht sehr dicht beim Präsidenten. Hacker können mit solchen Informationen einiges anrichten. Sie können sie zum Ziel ihrer Aktionen werden lassen. Das ist wirklich unvernünftig.“

Um Melania auf ihren Fehler hinzuweisen, schickte Hacker Inti ihr eine Email. Darin lud er sie auf seine unnachahmliche Weise auch in seine Heimatstadt Aalst in Ostflandern ein: „Aalst ist das Las Vegas von Belgien, allerdings ohne reiche Leute, Casinos und Hotels. Verschwende deine Zeit nicht in Brüssel. Warum ein ‚hellhole‘ besuchen, wenn das Paradies nur rund 30 Minuten weiter liegt.“

Weiter fragte er Melania: „Auf der Suche nach einem Ort, um einen neuen Trump Tower zu bauen? Suche nicht weiter! Die Aalster lieben Türme. Frag nur mal Ilse Uyttersprot.“ Damit spielte er auf eine Lokalpolitikerin an, die beim Liebesspielchen auf einem historischen Turm in Aalst erwischt wurde. Das dabei entstandene Handyfilmchen sorgte flandernweit für lautes Lachen…

(Lesen Sie bitte unter dem Inti-Tweet weiter)

Technischer Ratschlag

Inti riet Melania Trump dazu, ihre Emailadresse so weit wie möglich abzuschirmen. Dazu sollte sie am besten die Privacy-Einstellungen auf Facebook bei „Wer kann meine Freundesliste sehen?“ von „Alle“ auf „Freunde“ anpassen. Dann ist diese Adresse nur für Facebook-Freude einsehbar. „Die Emailadresse völlig unsichtbar machen, ist bei Facebook leider nicht möglich. Facebook ist da recht gelassen.“, bemerkt Inti abschließend. Eine Antwort hat Hacker Inti auf seine Email noch nicht bekommen…

Anfang des Jahres kam Hacker Inti schon einmal in die Schlagzeilen, als ihm gelungen war, einen alten Tweet-Bericht aus dem Jahr 2012 von Donald Trump zu manipulieren. Damals legte er auf den Twitterbericht „Congress in Moscow“ einen Film zum Karneval über…. natürlich Aalst.