Im Ratsgebäude: US-Präsident spricht mit Spitzenvertretern der EU

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstagvormittag etwa eine Stunde mit den Spitzenvertretern der Europäischen Union zusammengesessen. Viel mehr als ein "Guten Morgen" hat die Presse jedoch nicht von Trump zu hören bekommen.

US-Präsident Donald Trump saß an diese Donnerstagmorgen mit den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker und dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani sowie der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, zusammen.

Es war der erste persönliche Kontakt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk sowie dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. Die Europäische Union wolle ein Vertrauensverhältnis aufbauen, hatte Tusk noch am gestrigen Mittwoch in einem Tweet betont und, dass er Trump von der Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den US und der EU überzeugen wolle, um die Weltordnung zu wahren.

Zusammenarbeit wird hochgeschrieben, stellt sich nur die Frage, in welchen Bereichen. Es gibt keinen offizielle Agenda, aber sie werden sicher über den Handel und das Klimaabkommen von Paris gesprochen haben.

Seit dem Antritt von Trump liegen die Verhandlungen zwischen den US und der EU über das Freihandelsabkommen TTIP auf Eis. Außerdem hatte Trump wiederholt betont, dass sich die VS aus dem Klimaabkommen von Paris wieder zurückziehen wolle.

Kurz nach Trumps Wahl zum US-Präsidenten, hatte dieser zudem den Brexit bejubelt. Tusk nannte Trump damals eine existenzielle Bedrohung für die EU, ebenso wie den Terror und Russland. Doch vor kurzem fand Trump die EU plötzlich wunderbar, und nach der Wahl des pro-europäischen Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs, sei die EU wieder stärker geworden.

An diesem Donnerstag nimmt Trump auch noch an einem Nato-Treffen teil, bei dem das neue Nato-Hauptquartier der Allianz in Brüssel eingeweiht wird. Zuvor wird er noch mit dem neuen französichen Präsidenten Emmanuel Macron (links unten im Bild) in Brüssel zusammensitzen.