Neue NRW-Regierung beendet Tihange-Beteiligung

Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen wollen CDU und FDP, die neuen Koalitionspartner in der Landesregierung, die finanzielle Beteiligung über den Pensionsfonds des Landes an den umstrittenen belgischen Reaktoren Tihange und Doel schnellstmöglich beenden. In NRW wurden aus Angst vor einen AKW-Gau in Belgien schon Jodtabletten verteilt.

Landes- und Fraktionsvorsitzende von CDU NRW und FDP NRW, Armin Laschet und Christian Lindner, kündigten dies in einer gemeinsamen Presseerklärung an. Die Christdemokraten und Liberalen des deutschen Bundeslandes halten die von ihnen als „Bröckelreaktoren“ bezeichneten Atomkraftwerke für ein Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens.

Sie werfen der bisherigen rot-grünen Landesregierung mit Blick auf die finanzielle Beteiligung des Landes an den Pannenmeilern Tihange und Doel Doppelmoral vor.

Armin Laschet: „Die umstrittenen Bröckelreaktoren Tihange und Doel sind ein regelrechtes Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für ganz Nordrhein-Westfalen. Gerade die Menschen in der Grenzregion verfolgen die wöchentlichen Hiobsbotschaften über den Zustand der Kernkraftwerke in Belgien zu Recht mit zunehmender Sorge. Wir wollen die finanzielle Beteiligung von Nordrhein-Westfalen über den Pensionsfonds des Landes an den Reaktoren in Tihange und Doel umgehend beenden.“

Christian Lindner: „Es ist den Menschen – gerade in den betroffenen Regionen – nicht vermittelbar, dass das Land über den Pensionsfonds an den Reaktoren finanziellen Profit erzielt, während Fraktionen im Landtag die Abschaltung fordern. Das janusköpfige Verhalten von Rot-Grün ist grotesk. Wir werden diese Doppelmoral von Grün-Rot beenden.“

Am 25. Juni ist von NRW-Umweltschützern eine 90 Kilometer lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen geplant.