Kommission hilft Jugend bei Errichtung eigener Solidaritätsprojekte

Das Europäische Solidaritätskorps wird ausgebaut. Die Europäische Kommission hat an diesem Dienstag die Ausstattung der Initiative mit einem Budget in Höhe von 341,5 Mio. Euro für den Zeitraum von 2018 bis 2020 vorgestellt. Mit den Mitteln soll jungen Menschen ermöglicht werden, im Rahmen einer Freiwilligentätigkeit auch eigene Solidaritätsprojekte ins Leben rufen zu können oder sich in Freiwilligenteams zu engagieren.

Ende letzten Jahres hatte die Europäische Kommission das Solidaritätskorps ins Leben gerufen. Sie will bis 2020 rund 100.000 jungen Leuten eine Gelegenheit bieten, Freiwilligentätigkeiten, ein Praktikum oder einen zeitlich befristeten Arbeitseinsatz im Rahmen von Solidaritätsaktionen auszuüben. Dies sei zum Beispiel in der Flüchtlingshilfe oder im Rahmen von Hilfsleistungen bei Naturkatastrophen möglich, heißt es.

Mehr als 30.000 junge Leute haben sich seitdem angemeldet, darunter rund 1.300 aus Belgien, und die ersten Teilnehmer sind bereits im Einsatz.

Die Kommission will das Angebot für die jungen Menschen jetzt noch erweitern. Nach der schnellen Einrichtung des Korps über mehrere bereits bestehende europäische Programme will die Kommission der gesamten Initiative nun eine Rechtsgrundlage geben und sie mit einem eigenen umfassenden Finanzierungsinstrument ausstatten. 

Sie schlägt deshalb für den Zeitraum von 2018 bis 2020 Mittel in Höhe von 341,5 Mio. Euro vor. Damit können teilnehmende Organisationen Reisekosten, Essen und sonstige Ausgaben der jungen Leute abdecken und ehrenamtlichen Mitarbeitern ein Taschengeld bezahlen.

Ferner plant die Kommission die Ausweitung des Angebots möglicher Solidaritätsaktionen. Das Korps wird nicht nur Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit, Praktika und Arbeitseinsätzen anbieten, sondern den Teilnehmern auch die Gelegenheit einräumen, ihre eigenen, Solidaritätsprojekte vor Ort ins Leben zu rufen. Ehrenamtliche Mitarbeiter aus verschiedenen Mitgliedstaaten erhalten zudem die Möglichkeit, in Freiwilligenteams Projekte zu realisieren.

Die Kommission geht davon aus, dass diese Aktivitäten nicht nur den Solidaritätssinn der Jugend anspornen, sondern ihr auch zu mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt verhelfen. Das Europäische Parlament und der Rat müssen dem Entwurf noch zustimmen, bevor die neue Verordnung in Kraft treten kann.