Senne in Flandern total verschmutzt

Die flämischen Regionalisten von der N-VA werfen der Brüsseler Regierung die Vernachlässigung einer ihrer größten Abwasserkanäle vor. Der Kanal müsste dringend gereinigt werden, heißt es bei der N-VA. Er laufe über und verschmutze die Senne (niederländisch Zenne). Der flämische Teil der Senne sei deshalb total verdreckt.

Der flämische Teil der Senne ist äußerst verschmutzt, weil die Region Brüssel einer ihrer größten Abwasserkanäle schlecht verwalte, warf der flämische N-VA-Abgeordnete Bart Nevens der Regierung in Brüssel vor.

Nach Auffassung von Bart Nevens laufe einer der größten Kanäle Brüssels jeden zweiten Tag über und dieser Überlauf des Abwassers lande in der Senne. 2015 sei das 188 Mal passiert und 2016 waren es 189 Mal.

Der Überlauf wiederhole sich deshalb derart oft, weil sich, wie der flämische Regionalist meint, viel zu viele Rückstände im Haupt-Abwassersammelbecken befänden. Das erkläre sich wiederum dadurch, dass das System seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gereinigt worden sei. Normalerweise müsste es jedes Jahr gesäubert werden, so Nevens. Er wirft der Büsseler Regierung Nachlässigkeit vor.

Infolge dieser Nachlässigkeit leide die Umwelt. Forscher der ULB (Freie Universität Brüssel) hätten die Auswirkungen dieses Umstandes auf die Umwelt untersucht und sie als "katastrophal" bezeichnet. Die Fische stürben und die Biodiversität gehe zurück. Ferner verschlechtere sich die Situation mit den Jahren, betonte Bart Nevens noch. Ihm zufolge müsse der Kanal dringend gereinigt werden.

Die Verantwortlichen der Kanalisation in Brüssel sind die "Brusselse Maatschappij voor Waterbeheer" und "Vivaqua/Hydrobu". Doch jeder schiebe die Verantwortung auf den anderen, so die N-VA. Bart Nevens will sein Anliegen jetzt der flämischen Umweltministerin Joke Schauvliege vorlegen.