"Ping if you care" für die Brüsseler Fahrradfahrer

Rund 540 Fahrradfahrer in Brüssel haben ihr Rad mit einem sogenannten „Pinger“ ausgerüstet. Das ist ein Fahrradklingel-großes elektronisches Gerät, dass dann gedrückt werden soll, wenn einem der Nutzer eine gefährliche Situation im Straßenverkehr in der belgischen Hauptstadt auffällt. Die Daten der „Pinger“ werden von den Regionalbehörden erfasst und ausgewertet.
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Bianca Debaets (CD&V) die Staatssekretärin für Verkehrssicherheit der Region Brüssel-Hauptstadt hatte am Mittwoch die ersten „Pinger“ an die ersten ehrenamtlichen Mitstreiter verteilt. Insgesamt nehmen 540 Brüsseler Fahrradfahrer an der Aktion „Ping if you care“ teil.

Jedes Mal, wenn sich einer dieser Radfahrer in einer bestimmten Situation oder an einer bestimmten Stelle im Straßenverkehr der Hauptstadt unsicher fühlt, soll er den „Pinger“ durch andrücken aktivieren. Das Gerät übermittelt via Bluetooth sofort die Lage des „Pinger-Ortes“ an eine zentrale Datenbank.

Die Region Brüssel-Hauptstadt will mit diesem freiwilligen Experiment die Verkehrssituation für Radfahrer erfassen und entsprechend im Sinne der Verkehrssicherheit aufarbeiten. Die Kampagne „Ping if you care“ wird von der Organisation Mobiel 21 koordiniert und auf der Webseite www.pingifyoucare.brussels können stets zwischenzeitlich aktualisierte Statistiken abgerufen werden.

In einer ersten Phase nehmen seit dem 31. Mai 540 Freiwillige an dem Projekt teil. Nach zwei Monaten wird diese erste Phase aufgearbeitet und eine zweite Welle von 500 „Pingern“ wird ab Anfang August in den Brüsseler Verkehr geschickt. Staatssekretärin Debaets machte für dieses Projekt 123.500 € aus dem Brüsseler Regionalhaushalt frei.