ING schließt 480 Record Bank Filialen in Belgien

Die Bankengruppe ING Belgien will in absehbarer Zeit nur noch rund 50 Filialen ihrer Tochter Record Bank beibehalten. Das bedeutet, dass rund 480 weitere Filialen dicht gemacht werden sollen. Für einige dieser Filialen bietet sich höchstens noch die Möglichkeit, mit anderen Filialen zu fusionieren, schreiben die belgischen Wirtschaftsblätter De Tijd und L’Echo dazu am Freitag.

Überraschend kommt das Vorhaben nicht unbedingt, denn bereits bei der Ankündigung ihres umfassenden Sanierungsprogramms im Oktober 2016 kündigte die ING in Belgien an, auch Bank- und Versicherungs-Filialen ihrer Tochter Rekord Bank schließen zu wollen. Damals war aber nicht abzusehen, wie weit ING dabei gehen würde. Klar war seinerzeit nur, dass viele Rekord Bank Filialen im allgemeinen ING-Netz aufgehen würden.

Jetzt aber wurde deutlich, dass rund 480 dieser zum größten Teil von Selbständigen betriebenen Agenturen geschlossen werden sollen. Etwa 50 Filialen werden zu ING-Agenturen und rund 100 selbständige Betreiber werden wohl vom Mutterhaus übernommen. Für die Angestellten der Agenturen aber, die von den selbständigen Betreibern eingestellt wurden, sieht es eher düster aus.

Und nicht wenige der Betreiber haben eigene Mittel in ihre Filialen investiert. Diese Investitionen gehen wohl auch eher verloren, wie Fachleute befürchten. Von heute auf morgen soll dieser Wandel nicht vollzogen werden. Bei ING heißt es dazu, dass „jeder bis April nächstes Jahr weiß, wo er dran ist.“