Keine Probleme für Stahl aus Belgien in den USA

Pieter De Crem (CD&V), Belgiens Staatssekretär für Außenhandel, hat bei einem Arbeitsbesuch in der US-Hauptstadt Washington Garantien erhalten, dass Stahlprodukte aus unserem Land auch in Zukunft ohne höhere Zolltarife in die Vereinigten Staaten geliefert werden können. Vor knapp einem Monat hieß es noch in den USA, dass Flachstahl u.a. aus Belgien mit höheren Einfuhrgebühren belegt werden soll.

Im Mai verlautete aus Washington, dass man „kohlenstoff-legierten und auf Länge geschnittenen Flachstahl aus Belgien, Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Korea und Taiwan mit Strafzöllen belegen werden“, weil diese Produkte nach Ansicht der amerikanischen Kommission für Außenhandel (ITC) unterhalb einer ehrlichen Preisgrenze in die USA exportiert würden, das den heimischen Stahlsektor schade.

Dies war übrigens noch eine Maßnahme, die unter der Obama-Administration eingeleitet wurde. Für die belgischen Stahlunternehmen sei diese Gefahr inzwischen gebannt, so Außenhandels-Staatssekretär De Crem (kl. Foto) gegenüber der Redaktion der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd.

De Crem, der in dieser Woche mit US-Handelsminister Wilbur Ross zusammentraf, sagte, dass man „zu einem Entwurf zu einer Übereinkunft“ gekommen sei, die zulasse, „dass belgische Unternehmen ohne Tarifnachteile weiter arbeiten können.“ Mehr wollte De Crem dazu noch nicht sagen, außer, dass Ross das Thema Stahl selber angesprochen habe.