18 Monate Verkehrsprobleme in Antwerpen

In der Nacht zum Pfingstmontag war es soweit: Dann wurden die „Leien“ – die zentrale Antwerpener Nord-Süd-Achse – komplett für den Verkehr gesperrt. Währen anderthalb Jahren wird am Opernplatz eine Verkehrsunterführung mit unterirdischem Trambahnhof und Parkhaus gebaut. Für Autofahrer bedeutet dies viel Ärger.

Stadtverwaltung, Einwohner und Pendler halten nach diesem drastischen Eingriff in die sowieso schon schwierige Verkehrslage der Hafenstadt gespannt den Atem an. Schon in der Vorbereitungsphase sorgte das riesige Bauvorhaben für erhebliche Verkehrsprobleme.

Die Stadtregierung ermutigt Einwohner und Stadtbesucher, auf Mobilitätsalternativen, wie öffentliche Nahverkehrsmittel oder Leihräder umzusteigen. Sie gibt kostenlose Fahrscheine für die Straßenbahn aus, bietet Testfahrten mit E-Rädern an und bewirbt Motorradteilen.

Am heutigen Pfingstmontag, einem Feiertag ohne Berufsverkehr, dürften sich die Verkehrsprobleme noch in Grenzen halte. Ab Dienstag wird es dann ernst.

Drei Stadtzonen

Antwerpen wird für die Dauer der Bauarbeiten in drei Zonen unterteilt, die über den Stadtring und den Singel – die Ringautobahn – ausgeschildert und erreichbar sind. Wer von einer Zone zur anderen will, sollte nicht durch die Stadt fahren, sondern sich wieder über Ring und Singel dorthin begeben.

Zusätzliches Problem ist für diejenigen, die auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, dass dieser ab Dienstag den 6. Juni schon nach Sommerfahrplan fährt. Im Stoßverkehr dauert es dann 10 Minuten statt 8, bevor eine Straßenbahn kommt. Auf alle Fälle wird empfohlen, während des Berufsverkehrs Antwerpen mit dem PKW zu vermeiden, falls das irgendwie möglich ist.

Die Baustelle in Bildern