Jambon: “Lokale integrale Sicherheitszellen”

Nach dem erneuten Anschlag in London fordert Belgiens Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) auf kommunaler Ebene schnell erste Anzeichen einer beginnenden Radikalisierung bei verdächtigen Personen festzustellen. In allen Städten und Gemeinden sollen deshalb lokale integrale Sicherheitszellen operativ werden.

Bisher gibt es diese so genannten LIVC’s in der Hälfte aller belgischen Kommunen. Die Häufung der Terroranschläge erfordere eine neue Taktik, so der belgische Innenminister. Deshalb will er alle Kommunen des Landes verpflichten, solche Sicherheitszellen ins Leben zu rufen, um schon in einem möglichste frühen Stadium Personen zu identifizieren, die für eine islamitische Radikalisierung empfänglich sind.

Die Sicherheitszellen sollen unter Leitung der Bürgermeister eingesetzt werden und zu den Augen und Ohren der Straße werden, so Minister Jambon (Foto). Er wolle aber kein Spitzel-Gesellschaft in der Bürger ihre Nachbarn verpetzen. Die Mitarbeit der Muslimgemeinschaft sei in diesem Sinne von größter Bedeutung.

„Wir möchten das Engagement eines jeden, der unsere Gesellschaft befürwortet, auch der Muslims. Ohne sie können wir den Kampf gegen die Terroristen, die unsere Werte ablehnen, nicht gewinnen. Allerdings müssen wir auch realistisch bleiben. Eine hundertprozentige Sicherheitsgarantie gibt es nicht“, so Innenminister Jambon im Interview mit der VRT-Nachrichtenredaktion.