Belgien siegt bescheiden mit 2:1 gegen Tschechien

Sicher hatten die Fans im König-Baudouin-Stadion bei diesem Freundschaftsspiel mehr von den Roten Teufeln erwartet. Nur sporadisch glänzte die belgische Nationalmannschaft gegen die kampflustigen Tschechen. Am Freitag bekommt sie gegen Estland eine neue Chance, um ihr Potenzial zu entfalten.

Trainer Martinez überraschte mit einer sehr offensiven Taktik, indem er zwei Angreifer (Romeo Lukaku und Michy Batshuay) aufstellte.

Nach der schweren Verletzung von Kapitän Eden Hazard beim Training  traten die Roten Teufel erstmals wieder unter der Anführung von Vincent Kompany (Foto unten: links) aufs Feld. Der Manchester-City-Kapitän kam selber aus einer langen Verletzungspause.

Bereits in der siebten Minute wurde Mittelfeldspieler Marouane Fellaini torgefährlich.

Auch Stürmer Romeo Lukaku trickste die tschechische Defensive wiederholt aus und verfehlte das erste Tor jeweils nur knapp. Erst ein entscheidender Pass zu Batshuayi, der seine Dribbelkunst unter Beweis stellte, brachte das verdiente Führungstor in der 25. Minute.

Leider ließen Achtsamkeit und Biss der Roten Teufel zum Ende der ersten Spielhälfte nach. Eine Unaufmerksamkeit von Kevin De Bruyne im eigenen Strafraum wurde von den Tschechen sogleich vergolten.

Während der Pause wechselte Trainer Martinez die Hälfte seiner Spieler ein.

Mit u. a. Fellaini, Benteke und Mertens begann auch die zweite Spielhälfte mit viel Tempo und Angriffslust. Erst ein Versuch von Kevin Mirallas, dann ein Vorstoß von Fellaini, der den Ball in der 52. Minute ins Netz köpfte.

Auch nach diesem zweiten Führungstreffer verließ die Nationalelf wieder jener Zauber, der für weitere Tore einer der talentiertesten Fußballmannschaften anno 2017 hätte sorgen müssen.

Fazit der Fußballwelt: Mittelmaß vor dem wichtigen WM-Qualifikationsspiel gegen Estland am Freitag.