Terror: 14 Haussuchungen und 12 Festnahmen

Im Laufe des Dienstags wurden im Brüsseler Raum 14 Wohnungen und Gebäudekomplexe durchsucht. Die Aktion der belgischen Bundespolizei fand im Zuge der Suche nach einer Garagenbox statt, in der seit den Anschlägen von 22. März Sprengstoff und Waffen für Terrorkommandos vermutet werden. Die Polizei nahm 12 Personen zum Verhör fest.

Die Hausdurchsuchungen von Dienstag stehen in Zusammenhang mit den Anschlägen auf den Nationalflughafen in Zaventem und die Metrostation Maalbeek in Brüssel vom 22. März 2016. Bei der Aktion wurden Gebäude in den Brüsseler Ortsteilen Schaarbeek, Laken, Evere, Haren und Sint-Gillis sowie in Brüssel selbst in Augenschein genommen. Im Zuge der Aktion wurden 12 Personen zum Verhör mitgenommen.

Diese Aktion steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen mutmaßliche Hintermänner bei den Anschlägen von damals. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass sich in einer bereits mehrmals im Zuge dieser Ermittlungen genannter Garagenbox im Raum Brüssel Waffen und Sprengstoff befinden. Bei Verhören sprachen die in U-Haft sitzenden Tatverdächtigen Mohamed Abrini und Osama Krayem über ein solches Waffenlager.

Abrini sagte in einem Verhör aus, dass in allen als Safehouses genutzten Wohnungen Waffen lagen, doch Khalid El Bakraoui - einer der beiden Anschlägen ums Leben gekommenen Selbstmordattentäter - habe das gesamte Material eingesammelt und zentral gelagert. Dabei soll es sich um Sprengstoff vom Typ C4 handeln und um drei oder vier Kalaschnikows sowie weiteres brisantes Material handeln. Schon im Juni des vergangenen Jahres hatte die Polizei über 150 Garagenboxen in Brüssel durchsucht, allerdings ohne Erfolg.