Technikproblem: Alle C-130er bleiben am Boden

Seit etwa zwei Wochen müssen alle Transportmaschinen des Typs C-130 der belgischen Luftwaffe am Boden bleiben. Der Grund dafür ist auf gleich mehrere technische Probleme an einigen Maschinen in den vergangenen Wochen zurückzuführen. Ersatz für die 1972 und 1973 in Betrieb genommenen Transportflugzeuge ist erst ab 2019 vorgesehen.

Das Start- und Flugverbot für die insgesamt 11 C-130er der belgischen Luftwaffe erfolgte laut eines Militärsprechers nach „dem abnormalen Funktionieren der Flugkontrolle“ eingeführt. Probleme in diesem Bereich haben in den vergangenen Wochen gleich mehrmals für Zwischenfälle gesorgt, wobei alle betroffenen Maschinen sicher wieder langen konnten.

Trotzdem wurde für die alten Flieger ein vorläufiges Start- und Flugverbot erlassen. Sie werden alle einer intensiven und tiefgreifenden Untersuchung unterzogen und zwar in enger Zusammenarbeit mit den Partnern in der Luftfahrtindustrie. Dabei werden alle Komponenten der Flug-Kontrollsysteme unter die Lupe genommen: Mechanik, Elektronik und Hydraulik. Die Luftwaffe geht davon aus, dass schon in der kommenden Woche wieder gestartet werden kann.

Noch ist die Luftwaffe auf die 11 C-130er angewiesen, denn die sieben 2003 bestellten Airbus A400M-Transportflugzeuge werden wohl nicht vor 2019 ausgeliefert.

Diplomatisches Problem?

Zwei Maschinen vom Typ C-130 befinden sich derzeit in der Demokratischen Republik Kongo (RDC), von wo aus sie Material der dort abziehenden belgischen Armee nach Hause bringen sollen. Doch Belgien befindet sich derzeit in einem diplomatischen Konflikt mit der kongolesischen Regierung. Diese lässt die Techniker der belgischen Luftwaffe derzeit nicht einreisen und die die Maschinen begleitenden belgischen Armeeangehörigen nicht ausreisen. Weder bei der Armeeführung in Brüssel, noch bei der Bundesregierung werden entsprechende Pressemeldungen kommentiert…