Die Zahl der Asylanträge in Belgien ist rückläufig

Die Zahl der in Belgien gestellten Asylanträge durch Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Dem Jahresbericht 2016 des Ausländeramtes ist zu entnehmen, dass die Zahl der Anträge innerhalb eines Jahres um 63 % abgenommen hat.

Nach dem Jahresbericht der Ausländerbehörden in Brüssel reichten letztes Jahr rund 14.600 Nicht-EU-Bürger einen Antrag auf Bleiberecht in Belgien ein. Die meisten Antragsteller kamen aus dem Bürgerkriegsland Syrien, aus dem Iran oder aus Afghanistan.

Seit dem vereitelten Putsch in der Türkei im Sommer 2016 reichten auffallend viele Türken einen Asylantrag in Belgien ein. Dieses Phänomen sei auch in anderen EU-Mitgliedsländern zu beobachten, hieß es dazu.

Die Ausländerbehörden in Belgien gehen davon aus, dass dieser deutliche Rückgang der Asylanträge eine direkte Folge der Unterbrechung der sogenannten „westlichen Balkanroute“ und des Flüchtlingsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei zurückzuführen ist.

Im vergangenen Jahr registrierten die hiesigen Ausländerbehörden noch knapp 39.000 Asylanträge. Ein Rekordjahr in dieser Hinsicht war das Jahr 2000, als fast 47.000 entsprechende Anträge in unserem Land gestellt worden waren.

EU-weit ist die Zahl der Asylanträge allerdings nur um etwa 4 % zurückgegangen. Deutschland, Italien, Frankreich und Griechenland registrieren nach wie vor weiter steigende Antragszahlen.