Belgische F-16er bleiben länger in Syrien

Das Kernkabinett der belgischen Bundesregierung hat sich mit Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) auf eine Verlängerung der F-16-Mission im Rahmen der Anti-IS-Koalition über Syrien geeinigt. Das bedeutet, dass die vier Kampfjets der belgischen Luftwaffe noch bis zum Ende des Jahres von Jordanien aus Einsätze über Syrien fliegen werden.

Premierminister Charles Michel (MR) bestätigte dieses Abkommen jetzt am Rande seines Arbeitsbesuches in Montreal in der frankophonen kanadischen Provinz Quebec. Das Kernkabinett hatte dieses Abkommen mit dem Verteidigungsministerium vereinbart. Verteidigungsminister Vandeput plädierte schon länger für eine Verlängerung dieser Mission.

Bei der nächsten Ministerratssitzung der belgischen Mitte-Rechts-Koalition wird dieses Abkommen abschließend besprochen. Eigentlich hat Belgien gemeinsam mit den Niederlanden vereinbart, abwechselnd an dieser Mission teilzunehmen.

Ende Juni wäre die aktuell laufende Mission für die belgische Luftwaffe eigentlich zu Ende gegangen, doch die Niederländer ließen unlängst verstehen, diese Rolle ab dem 1. Juli nicht mehr übernehmen zu wollen. Dadurch wurde die Frage akut, ob Belgien hier weitermachen soll. Diese Frage kann jetzt positiv beantwortet werden.

Belgien setzt seit Oktober 2014 insgesamt sechs F-16-Kampfbomber im Rahmen der internationalen Anti-IS-Mission ein. Vier davon sind ständig im Einsatz. Die beiden anderen Maschinen dienen als Reserve.