Von Kühen, einem Stier und ausgesetzten Schildkröten

Am vergangenen Wochenende mussten Kühe auf spektakuläre Weise aus einem Fluss gerettet werden (Foto), starb ein Stier an Pestiziden und setzten Unbekannte exotische Schildkröten aus. Nicht alle diese Vorkommnisse waren auf die Hitze zurückzuführen, doch ist das Wetter auch eine der Ursachen gewesen.

In der Ortschaft Lakdaal in der Provinz Antwerpen mussten am Sonntag mehrere Kühe aus einem schlammigen Bach gerettet werden. Die Tiere hatten bei der Hitze nach Wasser gesucht und waren deshalb in den Bach gestiegen, der direkt neben ihrer Wiese vorbeifließt.

Doch der Grund an dieser Stelle des Baches ist besonders schlammig und die Kühe kamen von selbst nicht mehr aus ihrer misslichen Lage. Am Ende mussten zwei Taucher und ein Kran zur Rettung der 13 Tiere umfassenden Herde zu Hilfe gerufen werden.

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Riesiger Stier stirbt an Pestiziden

In Bekkevoort bei Löwen (Prov. Flämisch-Brabant) ist am Samstag ein verendeter Stier an einem Graben zwischen seiner Weide und einem Feld entdeckt worden. Der Stier, ein Koloss von rund 700 kg, hatte sich über den Zaun gebeugt und Wasser aus einem Graben am Rande des Nachbarfeldes getrunken. Offenbar war dieses Wasser mit Pestiziden und Insektenmitteln verseucht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen grobem Umweltvergehen. Die Ermittler und die Gemeindeverwaltung von Bekkevoort gehen davon aus, dass ein Unbekannter giftige Produkte, die inzwischen verboten sind, loswerden wollte. Zivilschutz und Feuerwehr gruben am Sonntag rund 50 Kubikmeter Erdreich um den Ort des Geschehens ab (kl. Foto), um mehr Details und Hinweise zu den Giftstoffen finden zu können. Schon jetzt belaufen sich die entstandenen Unkosten des Vorgangs auf rund 30.000 €. Der Täter kann sich also auf etwas gefasst machen, wenn er ermittelt wird.

Nordamerikanische Schildkröten ausgesetzt

In einer Gracht im westflämischen Veurne tummeln sich seit einigen Tagen einige exotisch anmutende Schildkröten (kl. Foto). Diese Tiere gehören zu den Nordamerikanischen Gelbwangenschildkröten (auch Gelbwangen-Schmuckschildkröten genannt). Derzeit finden diese Tiere in Freiheit durch die warmen bis heißen Temperaturen ideale Lebensbedingungen, doch für die lokale Tierwelt bedeutet deren Anwesenheit nichts Gutes.

Diese Schildkröten wurden offenbar ausgesetzt. Doch für das lokale Ökosystem bedeuten sie nichts Gutes, denn die bis zu 30 cm groß werdenden Exoten fressen einheimischen Tieren alles weg. Dagegen wehren können sich die anderen Tiere nicht, denn die Kröten haben hier keine natürlichen Feinde. Sie gehören denn auch zu Liste der „verbotenen invasiven Tiere“ und dürfen laut der flämischen Landesagentur für Natur und Wald (Natuur & Bos) entfernt werden. Was aus den Schildkröten in der Steengracht in Steenkerke bei Veurne geschehen soll, ist unklar.