Belgien an EU-Spitze bei Verknüpfungen zwischen Innovationen

Belgien gehört zu den guten Schülern Europas bei Investitionen in Innovationen. Das geht aus dem jüngsten Innovationsanzeiger hervor, den die EU-Kommission am heutigen Dienstag veröffentlicht hat.

Belgien nimmt zwar im EU-Vergleich bei Investitionstätigkeiten insgesamt nur den neunten Platz hinter zum Beispiel Schweden, das in der EU in Führung liegt, Dänemark (2), Finnland (3), den Niederlanden (4), dem Vereinigten Königreich (5), Deutschland (6), Österreich (7) und Luxemburg (8) ein, doch ist dieses Land  führend im Bereich der Verknüpfungen zwischen Innovationen und Zusammenarbeit.

Betrachtet man die Kategorien insgesamt, steht die Schweiz (nicht EU-Mitglied) an der Spitze der Liste der Innovations-Champions und Schweden bleibt Champion der EU-Mitgliedsländer. Die Ergebnisse beider Länder liegen weit über dem EU-Durschnitt.

Belgien zählt neben einigen anderen EU-Mitgliedstaaten wie Österreich und Frankreich, immerhin zu den "starken Innovatoren" mit einem Ergebnis, das über dem EU-Durchschnitt liegt oder nicht weit von diesem entfernt ist. Laut EU-Innovationsanzeiger 2017 (European Innvovation Scoreboard 2017) liegen die Stärken des Innovationssystems in Belgien jedoch vor allem bei attraktiven Forschungssystemen, Verknüpfungen und Firmeninvestitionen.

Im Vergleich zu 2010 haben sich die Ergebnisse für 15 Länder verbessert, darunter auch für Belgien. Die Leistung Belgiens hätte um 1,4 Prozent im Vergleich zur EU im Jahr 2010 zugenommen, heißt es in dem Bericht.

Auf globaler Ebene zeigt sich die EU übrigens innovativer als China, liegt aber hinter Australien, Kanada, Südkorea, der USA und Japan zurück. Allerdings kommt die EU langsam an Kanada und die USA heran.

"Die Wirtschaft in der EU ist nach wie vor innovativ, doch wir bleiben immer noch hinter den weltweit führenden Ländern zurück. Angesichts der Globalisierung und des schnellen technologischen Wandels sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg der europäischen Wirtschaft und zum Wohlstand für die Menschen in Europa", wird Elżbieta Bieńkowska, die für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU zuständige EU-Kommissarin, in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission hierzu zitiert.

Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, erklärte in dem Pressebericht dazu: „Der Innovationsanzeiger macht deutlich, dass wir die Forschungs- und Innovationsleistung immer noch weiter verbessern können."