"Lassen uns nicht von Terroristen einschüchtern"

Premierminister Charles Michel (MR - Foto) sagte in einer Reaktion am Tag nach dem missglückten Anschlag im Brüsseler Zentralbahnhof, dass sich unser Land nicht von Terroristen einschüchtern lasse. Michel wiederholte auch, dass in den kommenden Tagen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen würden. Welche genau das sein werden, sagte er allerdings vorerst nicht.

Die belgische Bundesregierung kündigte am Tag nach dem missglückten Anschlag im Brüsseler Zentralbahnhof an, in den kommenden Tagen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, doch Premier Michel wollte im Rahmen einer kurzen Pressekonferenz nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am Mittwochvormittag keine Details freigeben:

„Es ist unser Ziel, alles daran zu setzen, unsere Sicherheit zu verstärken und bedachtsam zu bleiben. Wir lassen uns nicht von Terroristen einschüchtern, die unsere Werte bedrohen. Wir werden unsere Freiheit, unsere Demokratie und unseren Rechtstaat verteidigen.“

Inzwischen wurde bekannt, dass am Mittwochmorgen mehrere Razzien und Hausdurchsuchungen im Brüsseler Stadtteil Sint-Jans-Moolenbeek durchgeführt wurden. Der Täter stammt nach neuesten Erkenntnissen aus diesem in dieser Hinsicht leider bereits hinlänglich bekannten Viertel.

Regierung bedankt sich bei den Sicherheitsdiensten

„Im Namen der Regierung möchten wir uns herzlich bei den Sicherheitsdiensten bedanken. Sie haben effizient und schnell gehandelt. Wir möchten uns auch beim Personal der NMBS/SNCB (die belgische Bahn (A.d.R.) und der MIVB/STIB (die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft (A.d.R.)) bedanken für ihren Einsatz und für ihre Professionalität.“

Ganz besonderen Lob hatte der Premierminister für die Soldaten übrig, die den Terroristen ausgeschaltet haben: „Sie blieben in einer gefährlichen Situation besonders kaltblütig!“

Vizepremier- und Wirtschaftsminister Kris Peeters (CD&V) sagte dazu, dass die Soldaten der Situation entsprechend reagiert hätten: „Das ist positiv. Ich gehe davon aus, dass wir irgendwann einmal die Terrorwarnstufe senken können und dass wir die Militärs im Straßenbild nicht mehr brauchen. Doch unter den heutigen Umständen waren sie da, wo sie sein mussten.“