Autos waschen, Rasen sprengen? Verboten!

In Folge der anhaltenden Hitze hat Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) beschlossen, dass ab sofort - sprich ab Donnerstagmorgen - im belgischen Bundesland Flandern untersagt ist, Autos zu waschen, Rasen zu sprengen oder Schwimmbäder zu füllen. Damit soll der „unnötige“ Verbrauch von Trinkwasser vermieden werden, so die Ministerin.
GODONG / BSIP

„Der Verbrauch von Trinkwasser ist in den vergangenen Tagen um 40 % angestiegen. Wir müssen vorausschauend handeln und deshalb kommt es zu dem Verbot, nicht notwendigen Verbrauch von Trinkwasser zu vermeiden, damit die Versorgung für jeden gesichert werden kann.“, so Landesumweltministerin Schauvliege.

Grund für diese recht drastische Maßnahme ist auch, dass viele Reservebecken langsam leer sind und dass auch lokal der Grundwasserspiegel sinkt. Die Landesregierung zählt auf die Vernunft der Bürger, wird aber unter Umständen auch repressiv auftreten und Bußgelder verhängen.

Die Gouverneure der Provinzen West- und Ostflandern hatten auf ein solches Verbot gedrängt, denn hier sind die Reservebecken und die Wasserläufe der Ijzer und der Leie schon fast leer. Dort dürfen die Landwirte bereits seit einigen Tagen kein Wasser mehr abpumpen. In den anderen Landesteilen (Brüssel, Wallonie und Ostbelgien) wurde ein solches Verbot bisher nicht verhängt.