Langsam “normalisiert“ sich die Lage wieder

Rund 12 Stunden nach dem missglückten Anschlag im Zentralbahnhof von Brüssel „normalisiert“ sich die Lage vor Ort wieder. Der Sicherheitsperimeter rund um den Bahnhof nahe der historischen Altstadt (Foto) wurde gegen 8 Uhr am Mittwochmorgen wieder aufgehoben und auch die Züge halten mittlerweile wieder dort.

Nach dem Soldaten am Dienstagabend kurz vor 21 Uhr einen Mann niedergeschossen hatten, der einen Bombenanschlag verüben wollte, wurde der Zugverkehr auf der sogenannten Nord-Südachse zwischen Brüssel Nord und Brüssel Süd/Midi stillgelegt und in einer ersten Phase fuhren auch keine U-Bahnen und Pre-Metro-Straßenbahnen mehr.

Um den Bahnhof herum wurde ein Sicherheitsperimeter eingerichtet, der sich bis zur Grand‘ Place hinzog, der ebenfalls kurzzeitig geräumt wurde, weil es eine Verdachtsmeldung gab, die sich aber als nicht relevant erwies. Das gleich passierte auch am Nordbahnhof, wo sich ein herrenloses Paket rasch als ungefährlich erwies.

Inzwischen gaben die Brüsseler Behörden bekannt, dass alle geplanten Events in den nächsten Tagen stattfinden werden, wenn auch unter erhöhten Sicherheitsauflagen. Dazu gehört u.a. ein Coldplay-Konzert im König-Baudouin-Stadion am Mittwoch- und am Donnerstagabend. Die Polizei rät den Besuchern der Konzerte, auf Rucksäcke oder Taschen zu verzichten und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Der EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag finden auch statt und zwar, wie zu erwarten ist, unter strengsten Sicherheitsbedingungen.

In den frühen Morgenstunden wurden auch die Schäden repariert, die durch die Explosion des Bombenzünders und der darauf folgenden Stichflamme entstanden sind (Foto unten).

Die Schäden werden emsig repariert