Lebensmittelindustrie brummt durch den Export

Der Umsatz der belgischen Lebensmittelindustrie lag im vergangenen Jahr bei rund 50 Mia. €. Das entspricht einem Anstieg um 2,9 %, wie Fevia, der Dachverband dieses Industriezweiges meldete. Diese positiven Zahlen sind vor allem auf den Export zurückzuführen, denn im eigenen Land sorgte eine sinkende Nachfrage für einen Umsatzrückgang um 1,7 %.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Lebensmittelexport aus Belgien in Richtung weit entfernte Länder laut Sektorverband Fevia weiter angestiegen ist.

Der steigende Umsatz der Lebensmittelindustrie in Belgien sorgt auch für einen leichten Anstieg im Bereich Arbeitsplätze, denn 2016 stieg die Belegschaft hier um 0,7 % auf jetzt 89.043 Beschäftigte, was wiederum 73.884 Ganztagsstellen entspricht.

Fevia führt dies auf gleich mehrere Faktoren zurück. Zum einen liege das an Regierungsmaßnahmen, wie Steuersenkungen oder dem Indexsprung (eine automatische an den Preisspiegel gebundene Lohn- und Gehaltserhöhung wurde übersprungen) sowie an der zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vereinbarten Lohnmäßigung.

Und doch bleiben die weiter hohen Nebenkosten bei Löhnen und Gehältern ein akutes Problem für Fevia. Hier heißt es dazu: „Die Arbeit ist noch lange nicht zu Ende. Das Lohnkosten-Handicap der belgischen Lebensmittelindustrie blieb 2016 bei 17,5 % stehen. Ohne zusätzliche Maßnahmen kann dieses Handicap sogar wieder zunehmen.“