Alle für Sacha

Über eine bewegende Geschichte um einen kleinen Jungen in Brüssel mit einer seltenen Krankheit wird derzeit in mehreren frankophonen Medien berichtet. Es handelt sich um den fast 10-jährigen Sascha, dessen Mutter Nathalie wir kontaktiert haben. Retten kann ihn nur noch eine sehr teure Operation im Ausland. Doch Sachas Mut und gute Laune sind weiterhin beeindruckend. Familie und Freunde sammeln jetzt, um ihm zu helfen. Wenn man ihm helfen könne, Geld für die Operation zusammenzubekommen, könne er wieder mit seinem Bruder und seinen Freunden spielen, zitiert Nathalie Sacha.

"Sacha ist ein kleiner mutiger Junge, dem es gelingt, sich trotz seiner Krankheit und seiner Verschiedenheit sehr gut zu integrieren. Die anderen Kinder haben ihn sehr gerne. Er hat immer ein Lächeln übrig und beklagt sich nie", erklärt Nathalie, die Mutter von Sacha.

Grund zur Klage hätte er sicherlich, denn Sacha, der im September 10 wird, leidet unter einer seltenen Krankheit, Lymphangiomatose, die sein Lymphsystem und in seinem Fall vor allem die Lungen angreift. Er kann dadurch keinen Sport wie andere Kinder in seinem Alter treiben, keine weiten Strecken laufen und er schläft mit einem Atemhilfsgerät und Sauerstoffzufuhr. Er muss zudem einem strengen Ernährungsplan folgen.

"Am Anfang, als er in die Schule kam, hatte ich Angst, denn er hatte das Krankenhaus erst verlassen und nicht viel Kontakt zu Kindern. Doch konnte er sich große Akzeptanz bei den anderen verschaffen", betont Nathalie, die mit Sacha und dessen achtjährigen Bruder im Brüsseler Stadtteil Sint-Jans-Molenbeek/Molenbeek-Saint-Jean lebt.

Die Krankheit wurde bei Sacha diagnostiziert als er ein Baby war, doch bis vor drei Wochen konnte Sacha noch ein mehr oder weniger normales Leben führen, zumindest am Tage. Inzwischen braucht er nicht nur nachts, sondern auch tagsüber Sauerstoffzufuhr und seit einigen Tagen erlaubt ihm sein Gesundheitszustand nicht mehr, die Schule zu besuchen.

Die Universitätsklinik Saint-Luc, die ihn seit jeher betreut, kann ihm nicht mehr helfen. Um ihm jedoch zu helfen und seine Lebenserwartung zu erhöhen müsste die Familie nach Philadelphia (USA) fliegen und ihn dort operieren lassen. Brüssel verfügt nicht über das notwenidge medizinische Material. Die Operation kostet 430.000 Euro und die Krankenkasse übernimmt nur einen Teil über einen speziellen Fonds, falls die Krankenakte akzeptiert wird.

Ideal wäre, wenn Sascha möglichst schnell operiert würde

Auch seien andere Aktionen wie kleine Konzerte geplant und etwa 44.000 Euro habe man bislang schon einsammeln können. "Ich habe Hoffnung, dass wir Ende Juli, Anfang August fliegen können", so Nathalie, die vollzeit arbeitet (sich aber Urlaub nehmen musste) und die Summe unmöglich alleine vorstrecken kann. Ideal wäre, wenn Sascha so schnell wie möglich operiert würde.

Sachas Schule Linthout setzt sich ebenfalls für ihn ein. Eine Urne wurde dort aufgestellt, damit Geld zusammenkommt und Spendenaufrufe von Eltern der Schüler und von Freunden lanciert. Ferner sollen personalisierte Bleistifte in seiner Schule verkauft werden.

Wenn man ihm helfen könne, Geld für die Operation zusammenzubekommen, könne er wieder mit seinem Bruder und seinen Freunden spielen, zitiert Nathalie ihren Sohn Sacha.
Und sie selbst fügt hinzu: “Man fühlt sich oft so allein und machtlos der Krankheit gegenüber. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr dieser enorme Elan der Großzügigkeit und der Solidarität uns berührt und uns aufbaut. Ich möchte allen dafür danken und vor allem der Schule, die sich wirklich einsetzt, um uns zu helfen wie auch den Ärzten der Klinik Saint-Luc, die wirklich alles tun, damit es ihm besser geht."

Weitere Infos über Sacha und wie Sie ihm helfen können, finden Sie auf dieser Webseite: Alle für Sacha

Sacha (rechts) als es ihm noch etwas besser ging

Inzwischen hat sich sein Gesundheitszustand verschlechtert