Fußball-Zocker Deschacht muss Bußgeld zahlen

Der beim RSC Anderlecht seit vielen Jahren unter Vertrag stehende Fußballprofi Olivier Deschacht (Foto) muss der Glücksspiel-Kommission ein empfindlich hohes Bußgeld zahlen. Deschacht hatte auf Spiele seines eigenen Erstligavereins gewettet. Dessen Bruder Xavier, der über Oliviers Smartphone ebenfalls auf Anderlecht-Begegnungen gesetzt hatte, muss ebenfalls Strafe zahlen.

Mit einem Bußgeld von 24.000 € kommt Olivier Deschacht noch gut weg, denn eigentlich wollte die belgische Glücksspiel-Kommission eine Strafe über 100.000 € verhängen. Doch letztendlich drückten die Ausschussmitglieder das Bußgeld, weil sie sich auf die Argumente der Verteidigung einließen. Sportliche Sanktionen gegen einen Spieler, der auf Begegnungen seiner eigenen Mannschaft setzt, kann die Glücksspielkommission nicht verhängen. Deschacht selbst kann gegen das Urteil in Berufung gehen.

Der Glücksspielkommission war aufgefallen, dass alleine im vergangenen Jahr 2.677 Mal Geld auf Fußballspiele von Account von Olivier Deschacht aus gesetzt wurde. Dies ist auffällig und es wurde eine Ermittlung eingeleitet. Dabei kam auch heraus, dass auch auf Spiele des RSC Anderlecht gewettet wurde und sogar auf Begegnungen, bei denen der Fußballprofi selbst auf dem Platz stand, was deutlich gegen das Reglement des belgischen Fußballverbandes verstößt.

Olivier Deschacht hatte stets seine Unschuld beteuert und zu seiner Verteidigung angeführt, dass nur sein Bruder Xavier über seinem Smartphone gezockt habe. Aus diesem Grunde verurteilte die Glückspielkommission auch ihn zur Zahlung eines Bußgeldes. Xavier Deschacht muss 6.000 € zahlen. Auch er kann gegen dieses Urteil Berufung einlegen.