Hotelsektor in Flanderns Kunststädten hat schwer unter Anschlägen gelitten

Die Anschläge vom 22. März letzten Jahres hatten Auswirkungen auf den Hotelsektor. Das geht aus den Ergebnissen des "Hotelberichts flämischer Kunststädte 2016" hervor. Den Bericht hat die AP Hogeschool Antwerpen an diesem Donnerstag in Löwen vorgestellt. Brügge sei diesbezüglich am schwersten getroffen worden, Löwen sei weitgehend ausgespart geblieben, so die Studienforscher Christian Holthof und Sophie van Tilburg.

Die Studie analysierte die Hotelbelegungszahlen des letzten Jahres in Antwerpen, Brügge, Gent, Löwen und Mechelen. Ein Vergleich des Jahres 2016 mit den beiden vorangegangenen Jahren zeigt die Auswirkungen der Anschläge in Brüssel und Zaventem auf den Hotelsektor. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten sind groß.

Alle flämischen Kunststädte verzeichneten 2014 und 2015  steigende Auslastungszahlen der Hotels mit Ausnahme von Brügge. Die Zahlen in Brügge blieben konstant. 2016 sank die Zahl der belegten Betten in den fünf Städten unter den Stand von 2014. In Brügge gingen die Zahlen am stärksten zurück. Löwen bildet eine Ausnahme.

"Mit Ausnahme von Löwen waren die brutto Hotelbelegungen von April und Mai in den fünf flämischen Kunststädten 2016 niedriger als 2015", betont Sophie van Tilburg. "Insbesondere in Brügge sind die Unterschiede auffallend. Im April und Mai 2014 und 2015 erzlielte die Stadt Auslastungen von mehr als 80 Prozent. 2016 erreichen diese nicht einmal über 70 Prozent. Erst im Dezember übertrafen die Zahlen von 2016 die von 2015."