Green Genk Logistics will Ford-Gelände übernehmen

Die flämische Landesregierung hat dem Konsortium Green Genk Logistics den vorläufigen Zuschlag zur Übernahme des ehemaligen Ford-Werksgeländes in Genk (Prov. Limburg - Foto) gegeben. Diese breit gefächerte Firmengruppe will dort bis zu 2.000 neue Jobs schaffen. Green Genk Logistics ist ab sofort der einzige Partner, mit dem die regionalen und lokalen Behörden weiter über die Zukunft der Liegenschaften verhandeln.

Zum Konsortium Green Genk Logistics gehört die Groep Machiels (nachhaltige Industrie-Entwicklung), MG Real Estate und Intervest Warehouses & Offices (beide Logistik und Immobilien) sowie DEME (Baggerarbeiten, Landgewinnung, Wasserbau). Das Projekt dieser Firmengruppe sieht vor, bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze in dieser wirtschaftlich wiederholt arg gebeutelten ehemaligen Bergbau- und Industrieregion in der Provinz Limburg zu schaffen.

Ford Europa hatte 2012 angekündigt, sich aus Genk zurückzuziehen. Damals war der Autobauer mit 4.210 eigenen Mitarbeitern und weiteren 1.736 Kollegen bei den Zulieferern der größte Arbeitgeber in dieser Gegend. Seit Anfang 2016 ist das belgische Bundesland Flandern im Besitz des ehemaligen Ford-Werksgeländes am Albertkanal in Genk. Seither wird nach einer neuen Bestimmung für diese Liegenschaften gesucht. Mit dem Konsortium Green Genk Logistics ist jetzt wohl ein Investor gefunden worden, der es ernst mit einem Vorhaben meint, hier wirtschaftlich aktiv zu werden.

Flanderns Landeswirtschafts- und Arbeitsminister Philippe Muyters (N-VA - kl. Foto) sagte zu dem Projekt: „Das Konzept hat den notwendigen Maßstab und lässt sich auf die trimodale Entwicklung des Geländes ein. Die Realisierung von etwa 240.000 m² an Immobilien und eine nachhaltige Beschäftigung von 2.000 Ganztagsstellen wird ins Auge gefasst. Überdies haben die Partner in diesem Konsortium bereits einen beeindruckenden Weg im Bereich der Entwicklung von Firmengeländen vorzuweisen und ihnen liegen schon einige Absichtserklärungen von interessierten Endnutzern vor.“

"Anschub für Genk und Limburg"

Laut Landesarbeitsminister Muyters könne jetzt die abschließende Phase im Projekt der nach dem Ford-Aus eingeleiteten regionalen Entwicklungsplanung eingeleitet werden: „Ich bin in erster Linie froh darüber, dass dies Genk und Limburg einen neuen Anschub gibt. Die Arbeitsmarktzahlen der letzten Monate ergeben, dass Limburg einen Rückstand aufgeholt hat. Mit der Rekonversion des Ford-Geländes folgt darauf ein schönes Schlussstück.“
 

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