Kein Wassernotstand mehr, außer in Westflandern

Am Donnerstag hatte Flanderns Umweltministerin Joke Schauvlieghe (CD&V) angekündigt, dass die im Zuge der regenlosen Trockenperiode getroffenen Regelungen gegen die Verschwendung von Trinkwasser ab Samstag wieder aufgehoben seien. Für das kommende Wochenende wird landesweit wieder mit Regen gerechnet. Doch die am schwersten betroffene Provinz Westflandern beschloss jetzt, die getroffenen Maßnahmen hier noch bis zum 14. Juli aufrecht zu erhalten.

Seit dem 22. Juli durften die Einwohner des belgischen Bundeslandes Flandern Trinkwasser nicht mehr zum Autowaschen, zum Rasensprengen oder zum Füllen vom Swimmingpools und Planschbecken mehr nutzen. Davon waren auch die Landwirte betroffen, die ihre Felder nicht mehr bewässern durften. Dies sollte dabei helfen, die Trinkwasserversorgung in Flandern aufrechterhalten zu können.

In den vergangenen Tagen hatte es in einigen Regionen Flanderns geregnet und für das kommende Wochenende werden weitere Regenschauern angekündigt. Dies veranlasste die Umweltministerin dazu, die getroffenen Maßnahmen am Samstag zu beenden.

Doch Westflanderns Provinzgouverneur Carl Decaluwé wiederrief diesen Beschluss für seine Provinz. In Westflandern hatte es nämlich in der vergangenen Woche nicht geregnet und aus diesem Grunde habe sich die Lage dort auch nicht verändert, so Decaluwé. Der Gouverneur teilte seinen Schritt der Ministerin umgehend mit, die dafür durchaus Verständnis zeigte. Damit gelten hier die Maßnahmen bis auf weiteres noch bis zum 14. Juli.