Anerkennung türkische Moschee entzogen

Die flämische Integrationsministerin Liesbeth Homans (N-VA) hat die Anerkennung der Fatih-Moschee in Beringen am Wochenende eingezogen. Die Ministerin begründet ihre Entscheidung damit, dass diese große türkische Moschee Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzt.
© Clément Philippe - creative.belgaimage.be

Homans hatte ihre Absicht im April bereits angekündigt und berief sich auf einen Bericht der belgischen Staatssicherheit, in diem gestanden habe, dass die Moschee verschiedene Gruppen gegeneinander aufhetze. Kritik an Homans Vorhaben übte u. a. auch die Staatssicherheit aus, die betonte, sie habe die Fatih-Moschee in diesem Bericht nicht namentlich genannt.

Liesbeth Homans beschloss Ende Juni, die Anerkernnung effektiv aufzuheben. Eine Antwort der Moschee-Leitung im Rahmen der Untersuchung habe sie nun zu diesem Schritt veranlasst.

"In dem Brief der Moschee heiße es, die Gülen-Bewegung sei eine Terrororganisation wie der IS und die Moschee habe die Aufgabe, gewaltbereite Organisationen zu bekämpfen. Gülen wurde von der belgischen Staatssicherheit aber nicht als staatsgefährdend eingestuft", so die Ministerin für Integration, die Hetzerei nicht dulden und ihre Verantwortung nehmen will.

Bürgermeister von Beringen: kein gutes Zeichen

Der Bürgermeister der limburgischen Gemeinde Beringen, Maurice Webers von der sozialdemokratischen SP.A bedauert die Entscheidung: Die Ministerin müsse auch die politischen Absichten anderer Vereinigungen durchleuchten und nicht nur einseitig die Fatih-Moschee ins Visier nehmen. Wer einer Moschee die Anerkennung entzieht, fördert indireikt die Entstehung illegaler Moscheen, befürchtet der Bürgermeister.

Die Auswirkungen sind lediglich finanzieller Art.

"Ich wollte an erster Linie ein Signal geben", so Homans.