Rußfilter-Skandal: Neue Messgeräte für den TÜV

Flanderns Landesminister für Verkehr und Mobilität, Ben Weyts (N-VA - Foto), hat nach dem durch die VRT ans Tageslicht gebrachten Rußfilter-Skandal angekündigt, im kommenden Jahr neue Messgeräte für die Autoprüfzentren beschaffen zu wollen, mit denen auch festgestellt werden kann, ob ein Dieselfahrzeug einen Rußfilter im Auspuff hat oder ob dieser auf illegale Weise ausgebaut wurde.

Am Montag brachte eine VRT-Reportage ans Tageslicht, dass seit 2011 zehntausende Besitzer von Dieselfahrzeugen illegal den Rußfilter aus ihrem Auspuff ausbauen ließen. Damit und nach einer entsprechenden Anpassung der Software des Wagens kommen diese Fahrzeuge problemlos durch den hiesigen TÜV. Dort kann diese Veränderung nicht festgestellt werden.

Das wiederum führt die Umweltzonen in den Städten und jede Bemühung, den Schadstoffausstoße im Sinne des Klimaschutzes einzuschränken, ad absurdum. Solche Vorfälle sind auch aus anderen EU-Ländern bekannt. Autowerkstätten werben sogar auf ihren Webseiten dafür, diesen „Eingriff“ ausführen zu können…

Jetzt kündigte Flanderns Verkehrsminister an, die hiesigen Autoprüfzentren im kommenden Jahr mit neuen Messgeräten auszurüsten, die sowohl den Schadstoffausstoß konkreter messen können, als auch das Vorhandensein eines gesetzlich für Dieselfahrzeuge ab Baujahr 2011 verpflichteten Rußfilters. Entsprechende Messgeräte sind bereits auf dem Markt, müssen aber noch von den EU-Behörden offiziell anerkannt werden, was ab 2018 der Fall sein wird.