Wieder Einwanderer im Brüsseler Maximilianpark

Im Maximilianpark in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs und des Ausländeramtes von Fedasil haben erneut Hunderte Einwanderer ihr Lager aufgeschlagen. Hilfsorganisationen sprechen derzeit von rund 400 Flüchtlingen aus Afghanistan und aus afrikanischen und arabischen Ländern. Darunter sollen auch Minderjährige sein.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise vor zwei Jahren hatten viele Flüchtlingen in dem Brüsseler Park ihr Lager aufgeschlagen. Damals hielten sich hier zeitweise mehr als 1.000 Asylanwärter auf.

Wegen der hohen Anzahl an Betroffenen, die binnen nur kurzer Zeit in Belgien ankamen, mussten viele von ihnen wochenlang darauf warten, dass sie überhaupt erst ihren Antrag stellen konnten. Und danach fanden viele vorerst kein Dach über dem Kopf, weil die überforderten Behörden nicht sofort ausreichend Aufnahmeplätze für sie fanden.

Von denen, die sich jetzt dort aufhalten, wollen die meisten gar nicht erst in Belgien einen Asylantrag stellen. Offenbar wollen sie weiter nach England reisen. Die Behörden vermuten, dass es sich dabei um Migranten handelt, die sich bis vor kurzem noch in illegalen Flüchtlingscamps um den Hafen von Calais herum in Nordfrankreich aufgehalten haben.

Diese Lager wurden aufgelöst und jetzt suchen die Betroffenen neue Möglichkeiten, sich irgendwo aufzuhalten, bevor Menschenschmuggler versuchen, sie an Bord von LKW über Belgien auf ein Schiff zu bringen, dass sie auf die britischen Inseln bringt. Das ist zumeist der Hafen von Zzeebrügge.

Durchgangslager

Die Flüchtlingsverbände in Brüssel warnen schon vor einer humanitären Krise im Maximilianpark und Anwohner rufen seit Tagen ständig die Polizei, weil sie sich in der Umgebung des Parks nicht mehr sicher fühlen.

Zeugenaussagen zufolge streiten sich die Flüchtlinge zeitweise auch untereinander - nicht selten auch auf gewalttätige Weise, weil sich die verschiedenen Herkunftsländer untereinander nicht verstehen und nicht mögen.

Die Brüsseler Polizei muss feststellen, dass sich dieser Park immer mehr zu einem Treffpunkt für Flüchtlinge und Menschenschmuggler entwickelt und damit eher eine Art Durchgangsstation für Migranten und Geschäftemacher, die davon profitieren, ist.