Wimbledon: Aus für Darcis, Flipkens und Wickmayer

Für einige belgische Teilnehmer beim Grand Slam-Turnier von Wimbledon bedeutete die zweite Runde das aus. Kirsten Flipkens (Foto) zeigte gegen die Weltranglistenerste Angelique Kerber zwar gutes Tennis, unterlag aber. Yanina Wickmayer verlor ebenfalls, trotz Coaching von Kim Clijsters. Und Steve Darcis musste nach nur wenigen Minuten verletzt aufgeben.

Kirsten Flipkens (WTA 88) wehrte sich nach Kräften gegen die Weltranglistenerste Angelique Kerber, doch nach zwei Sätzen mit jeweils 7-5 war das Turnier für sie zu Ende. Flipkens begann unbefangen an dieser Begegnung und konnte damit punkten, doch Kerber kam mit ihren starken Aufschlag routiniert zurück ins Spiel. Im Laufe der Begegnung machte die Belgierin zudem mehr Fehler und dies wusste Kerber auszunutzen.

Nach der Begegnung bedauerte die Belgierin, dass sie auch leichte Bälle verspielt hatte, doch „ich habe das Match genossen. Ich habe einige Spektakelpunkte gewonnen und spielte auf dem schönsten Court der Welt gegen die Weltranglistenerste. Ich bin nicht mehr die Jüngste und das war vielleicht die letzte Gelegenheit, so etwas noch zu erleben.

Mit Flipkens verließ die letzte belgische Tennisdame Wimbledon, denn zuvor kam auch für Yanina Wickmayer (WTA 96 - kl. Foto) das Aus. Wickmayer, die in Wimbledon die legendäre Kim Clijsters an ihrer Seite hatte, unterlag der Spanierin Gabrina Muguruza (WTA 15) in zwei Sätzen 6-2 und 6-4.

Wickmayer gab vorher schon an, nicht mit einer Überraschung gegen Muguruza zu rechnen. Doch das Coaching von Clijsters habe ihr gut getan: „Ich ziehe viel positives und viel Erfahrung daraus.“ Wickmayer wird in der nächsten Zeit in der Tennisakademie von Kim Clijster in Bree (Prov. Limburg) trainieren, wie sie nebenbei angab.

Auch Steve Darcis (ATP 61) hat sich nicht für die 3. Runde in Wimbledon qualifizieren können. Gegen den Spanier David Ferrer (ATP 39) musste Darcis bereits nach 12 Minuten aufgeben, denn beim Stand von 3-0 für seinen Gegner meldeten sich seine Rückenbeschwerden zurück.

Bei einer Unterbrechung brachte auch die Arbeit des Physiotherapeuten keine Besserung und der Belgier musste klein beigeben und warf seinen Schläger enttäuscht zu Boden: „Ich konnte nicht mehr aufschlagen und hatte Probleme beim Atmen…“ Damit vertritt nur noch Qualifikant Ruben Bemelmans (ATP 124) die belgischen Farben in Wimbledon. In Runde 3 muss er gegen den Südafrikaner Kevin Anderson (ATP 24) antreten.