Rekordanzahl Abschiebungen im Juni

Im vergangene Juni sind in Belgien 447 Ausländer abgeschoben worden, so viele wie seit 2007 nicht mehr. Das berichtet die Sonntagszeitung „Het Nieuwsblad op Zondag“. Darunter waren 156 zu Gefängnisstrafen verurteilte. Der Rest waren Ausländer, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

Der zuständige Staatsekretär für Migration, Theo Francken (N-VA, Foto), erklärt die hohe Zahl der Abschiebungen mit den entsprechenden Abkommen mit Marokko, Kamerun, Nigeria, Irak und Somalia.

„Hierfür haben wir uns in den vergangenen 2,5 Jahren sehr engagiert“, sagte Franken der VRT-Nachrichtenredaktion VRT Nieuws. „Ich habe hierin sehr viel Zeit investiert. Die Resultate werden jetzt sichtbar. Ich bin darüber sehr zufrieden.“

Die Zahl der Plätze in den Abschiebezentren stieg von 400 auf 600. Dort werden die Menschen untergebracht, bevor sie Belgien verlassen müssen.

Besonders zufrieden ist Francken darüber, dass mehr Kriminelle abgeschoben werden konnten. Die anderen Personen hielten sich illegal in Belgien auf und das in der Regel, weil ihr Asylantrag abgelehnt worden war.

„2015 wurden in Belgien ungefähr 50.000 Flüchtlinge aufgenommen. Sehr viele dieser Asylanträge wurden inzwischen bearbeitet und fast die Hälfte dieser Menschen erhielt Asyl. Die andere Hälfte erhielt die Aufforderung Belgien zu verlassen und das macht sich nun auch in den Statistiken bemerkbar‘, so Francken.