Marsch der Muslime gegen Terror in Brüssel angekommen

Der internationale Marsch der Muslime gegen Terrorismus ist an der Börse in Brüssel angekommen. Imame, aber auch Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften bereisen die Städte in Europa, in denen Anschläge verübt wurden.

Die internationale Delegation aus ganz Europa wurde herzlich in Brüssel empfangen. Die Teilnehmer stehen für Frieden und Toleranz. Sie wenden sich gegen Extremismus und Unterdrückung im Islam. Der Islam der Terroristen ist kein Islam, sagen sie.

Wer betet, darf nicht töten, so ein Imam aus Marseille. "Es ist an uns, den ersten Schritt zu machen. Wir müssen zu verstehen geben, dass Terroristen nichts mit dem Islam zu tun haben. Jemand, der tötet, ist nicht zugleich ein Gläubiger. Jemand, der betet, darf nicht zugleich töten."

Auch Brüssel gedenkt der Anschläge - am jüdischen Museum und der Anschläge vom 22. März letzten Jahres.

Innenminister Jan Jambon hält den Marsch für ein positives Signal. "Das ist ein Signal, das unsere Bevölkerung braucht. Es zeigt den Widerstand der Moslemgemeinschaft gegen die kleine Minderheit von Terroristen. Sie muss sich unmissverständlich bemerkbar machen."

Der nächste Halt ist Saint-Étienne-du-Rouvray in der Normandie in Frankreich. Dort war ein Pfarrer in einer Kirche erstochen worden. Am morgigen Dienstag sollen die Imame in Paris unter anderem von der Bürgermeisterin Anne Hidalgo empfangen werden. Am Mittwoch werden sie in Toulouse erwartet, am Donnerstag in Nizza. Am Freitag endet die Reise in Paris.