Bahnhöfe von Antwerpen und Brüssel-Süd bekommen Sonderüberwachung

Die Hochgeschwindigkeits-Terminals am Brüsseler Südbahnhof, Antwerpener Hauptbahnhof und am Bahnhof Lüttich-Guillemins werden zusätzlich bewacht. Dort werden Stichproben bei der Kofferabfertigung durchgeführt und die Sicherheitsbeamte erhalten eine zusätzliche Ausbildung zur Erkennung auffälligen Verhaltens. Das haben Innenminister Jan Jambon (N-VA) und Verkehrsminister François Bellot (MR) angekündigt.

Wer einen Hochgeschwindigkeitszug an einem der drei Bahnhöfe nimmt, muss künftig zunächst an einer Reihe von Securail-Mitarbeitern vorbei. Die Mitarbeiter haben ein Gerät, das Stichproben bei  Reisenden nach dem Zufallsprinzip durchführt. "Es kann sich um 10 Prozent aller Reisdenden handeln oder mehr, ein zufälliger Algorithmus entscheidet", sagt Hendrik Vanderkimpen von Securail. Das Securail-Personal sind die Sicherheitskräfte der belgischen Bahn NMBS.

Wer aus der Reihe herausgeführt wird, wird zu einem Metalldetektor und einem Gepäckdetektor geleitet. "Die Apparatur ist mit derjenigen auf dem Flughafen vergleichbar, aber hier suchen wir nicht nach Flüssigstoffen oder Nagelscheren, sondern wir konzentrieren uns auf Waffen und Sprengstoffe", so Vanderkimpen.

Die Kontrolle erfolgt ganz nach dem Zufallsprinzip und kann also unmöglich jeden möglichen Terroristen aufspüren. "Es handelt sich um eine Maßnahme, die vor allem der Abschreckung dienen soll", betont Jambon. "Terroristen suchen sich immer den Weg des geringsten Widerstandes und jetzt wissen sie, dass die Möglichkeit groß ist, auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke kontrolliert zu werden."

Eine eher zielgerichtete Überprüfung erfolgt durch die Polizei auf den Bahnhöfen. "Am Brüsseler Südbahnhof haben die ersten zehn Beamte bereits eine Ausbildung hierzu absolviert", so Jambon weiter. "Ziel ist, dass sie ihr Wissen ihren Kollegen weitergeben. Das System der "Behavior-Analyse" wird auch auf andere Bahnhöfe ausgeweitet."

Die notwendigen Mittel hierfür, 15,7 Millionen Euro plus ein jährlicher Betrag in Höhe von 6,6 Millionen Euro, kommen von der belgischen Regierung.