"Schwarzes Wochenende" nähert sich

Wer an diesem Wochenende mit dem Auto in die Ferien in Richtung Süden fährt, muss mit Staus rechnen. Am nächsten Wochenende, dem letzten Juli-Wochenende, wird es voraussichtlich noch schlimmer. Hierzulande nennen wir ein solches Wochenende ein "schwarzes Wochenende" auf den Straßen. In der Hoffnung, lange Staus zu umgehen, entscheiden sich viele Autofahrer, nachts loszufahren. Doch aus einer Studie des größten flämischen Automobilverbandes VAB geht hervor, dass die Abfahrt am Mittag die bessere Variante ist.
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Laut VAB sei es kein guter Plan, mitten in der Nacht loszufahren, um die Staus in Richtung Süden zu vermeiden. Der Automobilverband rät, viel eher am Mittag aufzubrechen.

"Wer nachts oder am frühen Morgen losfährt, kommt an den schwierigen Stellen, zum Beispiel in Lyon, um 8 oder 9 Uhr morgens an. Dann sind die Staus dort schon sehr lang. Dadurch kann man an manchen Wochenenden zum Beispiel eine halbe oder eine Stunde Zeit verlieren. Wer mittags losfährt, kommt um 3 Uhr am Nachmittag in Lyon an und dann lösen sich die Staus langsam auf und man verliert weniger Zeit", so Joni Junes vom VAB.

Doch eine spätere Abreise mit weniger Staus kann einigen Urlaubern Probleme bereiten. "Wer mittags losfährt und eine größere Strecke zurücklegen muss, kommt vielleicht erst spät abends am Zielort an und das ist nicht überall möglich. In solchen Fällen raten wir den Leuten, unterwegs eine Übernachtung einzuplanen", heißt es beim VAB.

An diesem Wochenende sprechen wir bereits von einem so genannten "roten Wochenende" auf den europäischen Straßen.

"In Frankreich war es heute auf den wichtigen Nord-Südachsen sehr voll. Zeitweise musste man zwischen Paris und Bordeaux mehr als drei Stunden Schlange stehen und nächstes Wochenende, am 29. Juli, steht der schwarze Samstag auf den europäischen Straßen an, vor allem in Frankreich", warnt Junes. Diesen Samstag sollten Sie also lieber als Abfahrtstermin vermeiden.