Fregatte Louise-Marie ist wieder in Belgien

Die Fregatte Louise-Marie ist nach anderthalb Monaten Einsatz im Mittelmeer wieder nach Belgien zurückgekehrt. Die Fregatte hat einen bewegenden Einsatz hinter sich, auch, weil die Besatzung 118 Flüchtlingen auf einem gammeligen Schlauchboot das Leben rettete. Die Louise-Marie kreuzte im Rahmen der europäischen Mission „Sophia“ im Mittelmeer.

Die Fregatte F931 „Louise-Marie“ war am 12. Juni in Zeebrügge ausgelaufen, um im Rahmen der EU-Mission „Sophia“ im Mittelmeer zu kreuzen. Die Fregatte hatte zwei Aufträge: Einerseits half die Besatzung dabei, die Wege der Schleuser und Menschenschmuggler zu analysieren und auf eine Karte zu bringen und andererseits betraf der Einsatz auch den Kampf gegen den illegalen Waffenhandel mit Konfliktgebieten.

Insgesamt 23 Mal musste die Fregatte gegen Waffenschmuggler eingreifen und der Alouette-Hubschrauber des Schiffs flog 29 Kontrolleinsätze. Besonders auffällig war dabei aber die Rettung von 118 Flüchtlingen aus akuter Seenot. Darunter waren auch Frauen, Kinder und Kleinkinder sowie ein nur wenige Tage altes Baby.

Umstrittener Einsatz?

Die Rettung dieser Flüchtlinge durch die belgische Fregatte hatte in der Heimat Diskussionen zur Folge. Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken (N-VA), forderte danach den Abzug des Schiffes aus dem Mittelmeer, denn Solche Einsätze würden sich anziehend auf Flüchtlinge und Schleuser auswirken. Doch die belgische Bundesregierung und auch die belgische Armee stehen hinter solchen Einsätzen.

Jetzt werden die 176 Besatzungsmitglieder der Fregatte erst einmal einige Wochen Ferien haben. Im Herbst stehen neue Aufgaben auf dem Einsatzplan. Dann wird die „Louise-Marie“ vor der schottischen Küste und in der Ostsee vor den Küsten der baltischen Staaten kreuzen.