Jagdrevier im Vorgarten? Flamen sammeln Klagen

Rund 1.400 Flamen haben im Laufe dieses Monats einen Antrag auf Streichung der Jagderlaubnis in ihrem Wohnviertel gestellt. Viele Hausbesitzer oder Mieter, die in ländlichen Gegenden leben, wollen, dass die Jagderlaubnis in ihrem Viertel gestrichen wird. Initiator einer entsprechenden Klagewelle ist die Flämische Vogelschutz-Gesellschaft.

Die flämischen Vogelschützer sammeln alle Klagen und Einsprüche zu den Revieren in oder in unmittelbarer Nähe zu Wohn- und Gewerbegebieten im Land. Eine in der vergangenen Woche im Internet erschienene Landkarte beweist übrigens, dass die Zahl der Jagdreviere im belgischen Bundesland Flandern in jüngster Zeit noch größer geworden ist.

Die Jäger, die sich im „Sankt-Hubertus-Jagdverband“ zusammengeschlossen haben, bestreiten, dass sie so einfach überall jagen dürfen. Bevor sie in Revieren auf Jagd gehen, die in oder nah bei Wohngebieten liegen, müssten sie die Zustimmung der Grundbesitzer vor Ort einholen.

Eine solche Zustimmung kann laut flämischem Jagdgesetz schriftlich, aber auch mündlich erfolgen. Das könne aber nur gelingen, so Geert Van den Bosch vom Sankt-Hubertus-Verband, wenn man korrekt nachweisen könne, wenn der jeweilige Besitzer der zur Jagd auserkorenen Parzellen ausfindig gemacht werden könne. Deshalb wurde die oben erwähnte Revierkarte für Flandern erstellt.

Seit die Landkarte mit den flämischen Jagdrevieren online erschienen ist, stieg aber die Zahl derer, die einer Jagd in ihrer Umgebung nicht zustimmen wollen und deshalb mit einer Klage die Streichung aus der Liste der Reviere erstreiten wollen.