Radioaktive Strahlen auf Flug Kairo-Zürich-Brüssel

Die belgische Kontrollagentur für Nuklearsicherheit (FANC) ermittelt, ob die Fluggäste eines Fluges von Kairo über Zürich nach Brüssel am 13. Juli dieses Jahres einer geringen radioaktiven Strahlung ausgesetzt waren. Eine geringe Dosis Strahlung konnte aus einer schlecht verpackten und gekennzeichneten Ladung an verbrauchtem Iridium 192 entweichen.
ZNAM/EurekaSlide

Bei der Ladung handelte es sich um eine Sendung von verbrauchtem Iridium 192, das z.B. im Bereich industrieller Bildverarbeitung verwendet wird. Das belgische Unternehmen NTP Radioisotopes aus Fleurus (Hennegau) stellt ein solches Produkt her und bekam eine verbrauchte Sendung eines Kunden in Ägypten per Flugzeug zurück. Der Flug kam aus Kairo und landete in Zürich, wo die Passagiere nach Brüssel umstiegen und wo und die Ladung aus Kairo nach Brüssel auch umgeladen wurde.

Nach dem die Ladung der zweiten Maschine am Brussels Airport in Zaventem vollzogen war, schlug der Geigerzähler eines Cargo-Mitarbeiters wegen radioaktiver Strahlung aus. Daraufhin alarmierten die Flughafenbehörden sofort die Kontrollagentur für nukleare Sicherheit (FANC), die feststellte, dass die Sendung weder richtig verpackt und verschlossen, noch entsprechend gekennzeichnet war.

Nach ersten Untersuchungen der FANC hatte die Strahlung keinen gesundheitsschädlichen oder lebensbedrohenden Wert. Die gemessene Strahlung lag z.B. weit unter den Werten von Scans oder von Röntgenaufnahmen im Gesundheitswesen. Die FANC gab dem Vorgang eine Strahlungswarnung auf Niveau 2 einer Skala mit 7 Niveaus (von 1 für anormal bis 7 für schwerer Unfall).