Soldaten aus Kindu kehrten nach Belgien zurück

13 belgische Soldaten, die einige Monate lang nach diplomatischen Zwistigkeiten zwischen den Regierungen Belgiens und des Kongo und nach technischen Problemen mit einem Transportflugzeug in Kindu in Ostkongo festsaßen, sind wieder zuhause. Dies vernahm die VRT-Nachrichtenredaktion aus Armeekreisen. Sie kamen demnach während den vergangenen beiden Wochen klammheimlich mit zivilen Flugzeugen in kleinen Gruppen nach Belgien zurück.

Die Soldaten wurden zunächst an Bord einer C-130 Transportmaschine von ihrem Standort in Kindu aus in die kongolesische Hauptstadt Kinshasa gebracht, von wo sie aus mit Linienflügen ihre Heimreise nach Belgien antreten konnten. Sie hielten sich davor im Militärlager ‚Camp Kasuku‘ in der Nähe der ostkongolesischen Stadt Kindu auf.

Dort bewachten sie ihre Fahrzeuge, ihre Waffen und möglicherweise auch sensibles Kommunikationsmaterial. Sie saßen dort fest, weil ihnen die notwendigen Dokumente fehlten, um das zentralafrikanische Land zu verlassen.

Das Problem war auf einige Ereignisse im April dieses Jahres zurückzuführen. Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) hatte sich in einer Pressemitteilung kritisch zur Wahl der Ernennung des umstrittenen Politikers Bruno Tshibala zum neuen Premierminister der Demokratischen Republik Kongo geäußert. Daraufhin beendete die kongolesische Regierung am 14. April die militärische Zusammenarbeit mit Belgien.

Bundesverteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) hoffte seitdem, sowohl seine Soldaten, als auch das belgische Militärmaterial so schnell wie möglich zurück in die Heimat bringen. Dies ist jetzt auf diplomatischen Wege gelungen.

Inzwischen haben auch 50 weitere belgische Militärs ihre zur Ausreise nötigen Dokumente im Kongo erhalten, um ausreisen zu können. Auch sie und das belgische Armeematerial, dass sie abholen sollten, sind wieder im Lande. Auch das gesamte Material und eine inzwischen wieder flugtüchtige C-130 konnten wieder am Militärflughafen Melsbroek bei Brüssel landen.

Die Regierung in Kinshasa behauptet weiter, sie habe mit den Vorgängen nichts zu tun und weisen auf „Druck aus Belgien“ in diesem Zusammenhang hin.