Von der eigenen Webcam ausspioniert

Ein Dutzend belgischer Familien und Unternehmen wird noch stets durch ihre eigenen Webcams und Überwachungskameras ausspioniert, ohne dass sie davon etwas ahnen. Die Kameras wurden gehackt und die Daten stehen auf Webseiten, die für alle zugänglich sind.

Die VRT stieß auf eine russische Webseite, auf der die Bilder live zu sehen waren. Der Staatssekretär für Betrugsbekämpfung Philippe De Backer hatte bereits vor einem Jahr eine Untersuchung bei der belgischen Polizei angeordnet. Die kann jedoch nichts dagegen unternehmen, weil das eine ausländische Webseite ist. 

Noch immer ist die Seite deshalb online und man kann noch immer erkennen, was die Leute zum Beispiel in ihren eigenen vier Wänden machen. Das verstößt gegen das Recht auf Privatsphäre.

Die VRT hat die Menschen ausfindig gemacht, die sehr erschrocken sind, als sie mit den Bildern ihrer eigenen Überwachungskamera konfrontiert wurden. Sie seien nicht darüber informiert gewesen und wollten direkt dagegen vorgehen, sagten sie in der VRT. "Mir wird ganz übel. Wir hatten vor kurzem erst zwei Einbrüche", so einer der Geschädigten.

Den Besitzern von Webcams und Überwachungskameras wird geraten, direkt nach der Installation der Geräte die Standardpasswörter, die mitgeliefert werden, in schwierigere Passwörter abzuändern. Damit wird Hackern erschwert, ins Sicherheitssystem einzudringen.

Staatssekretär De Backer hat inziwschen alle Opfer von Kamera-Hacking aufgefordert, bei der Polizei und bei der zuständigen Stelle für Datenschutz Anzeige zu erstatten. Er mahnt jedoch auch zur eigenen Verantwortung.

Der beste Rat, den man den Menschen geben kann, ist, das Passwort zu verändern, so dass das Netzwerk gut geschützt ist. Doch dies ist auch ein Appell an die Produzenten, ihre Kunden besser zu informieren, damit die Kameras ohne Anpassung des Passwortes nicht aktiv werden", betonte De Backer in der VRT hierzu.