Die Wasserqualität in der der Ourthe ist schlecht

Im Juli berichteten die Medien in Belgien über Pfadfindergruppen aus Flandern, die in den Ardennen ihre Zeltlager abbrechen mussten. Grund dafür war die Erkrankung von dutzenden von Pfadfindern und ihren Leitern. Ursache war wohl seinerzeit die Tatsache, dass diese Lager entlang des Flusses Ourthe aufgeschlagen wurden. Und hier wurde geschwommen und das Wasser des Flusses wurde zum Waschen genutzt.
Nicolas Lambert

Inzwischen bestätigten die Behörden im belgischen Bundesland Wallonien, dass die Qualität des Wassers in der Ourthe nicht in Ordnung ist. Wasserproben, die dort Ende Juli auf Höhe der Ortschaft Wyompont bei Tenneville in der Provinz Luxemburg entnommen wurden, wiesen Bakterien auf, die zum Beispiel das Baden in dem Fluss unmöglich machen.

Zwar weisen die Behörden in der Wallonie auch darauf hin, dass zur Zeit der abgebrochenen Pfadfinderlager und der anschließenden Probenentnahme Regenwetter herrschte, doch die baktierielle Verunreinigung auf Höhe der Ortschaften Tenneville und Bertogne sind ein Fakt. Die lokalen Behörden vor Ort haben deshalb ein Schwimmverbot in der Ourthe und den dortigen Seitenarmen angeordnet.

Inzwischen wird die Wasserqualität der Ourthe dauerhaft überprüft. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der von diesem Problem ausgelöste schlechte Ruf des Flusses für Probleme touristischer Art sorgt. Entlang der Ourthe befinden sich nicht wenige Campingplätze, die bei Gästen aus Flandern und aus den Niederlanden beliebt sind und auch oft betrieben werden.

Doch seit einigen Tagen geht die Zahl der Buchungen für Ferien in dieser Gegend merklich zurück, wie einige frankophone Tageszeitungen dazu melden. Und ob im kommenden Jahr noch viele Scouts aus Flandern dort ihr Lager aufschlagen werden, ist angesichts der Negativschlagzeilen dazu ebenfalls fraglich.