Supermärkte nehmen Eier aus den Regalen

Die in Belgien am Markt aktiven Warenhausketten Colruyt, Carrefour, Delhaize und Albert Heijn nehmen aus Vorsorge alle Eier aus den Regalen ihrer Filialen. Auch wenn die hiesigen Behörden melden, dass hierzulande keine Gefahr von eventuell mit Fipronil belasteten Eiern ausgeht, reagieren die Warenhäuser präventiv.

Nach dem viele Discounter und Warenhausketten in den Niederlanden und in Deutschland Eier aus den Regalen ihrer Märkte entfernt haben, folgen auch die Supermärkte hier in Belgien diesem Beispiel. Die Gesundheits- und Lebensmittelbehörden fanden in einigen kontrollierten Eiern eine leicht erhöhte Konzentration von Fipronil, die jedoch so gering ist, dass sie nicht gesundheitsgefährdend sind.

Und doch sehen sich die Warenhausketten zu diesem Schritt gedrängt, vor allem, um ihre Kunden in Sicherheit zu wiegen. Sie folgen aber auch einer Empfehlung der Lebensmittelbehörde FAVV. Nicht alle Eier werden jedoch aus dem Sortiment genommen und vernichtet, sondern nur bestimmte Chargen und Varianten oder Lieferungen von bestimmten Lieferanten.

Ermittlungen zur Fipronil-Verseuchung durch die Staatsanwaltschaft von Antwerpen weisen in Richtung Rumänien. Offenbar hat der im Zentrum der Ermittlungen stehende Chemikalienhändler aus Weelde (Prov. Antwerpen) Anfang des Jahres große Mengen Fiprocid bei einer Firma in Rumänien erworben. Dies ist ein Medikament für Tiere, in dem der giftige Stoff Fipronil enthalten ist. Der Verdächtige soll nach Aussagen früherer Geschäftspartner dieses Mittel im Umfang mehrerer zehntausend Euro in Rumänien geordert haben.