Nahrungsmittelagentur: "Fipronil-Konzentrationen liegen unter EU-Norm"

Wie die föderale Agentur für Nahrungsmittelsicherheit berichtet, gebe es in Zusammenhang mit der Fipronil-Krise in Belgien keinen Grund zur Panik. Die Nahrungsmittelagentur hat an diesem Montag die Ergebnisse der Fipronilkontrollen an belgischen Eiern bekannt gegeben. In zwei Tagen trifft sich der Parlamentsausschuss Wirtschaft und Landwirtschaft in dieser Frage. Der Verbraucherverband Test-Aankoop fordert inzwischen, dass die Packungsnummern mit den belasteten Eiern veröffentlicht werden.

Die Konzentrationen an Fipronil in den Eiern scheinen unter den maximalen Grenzwerten zu liegen. Die Nahrungsmittelagentur bestätigt das, was die Gesundheitsministerin Maggie De Block auch schon bekannt gab.

In 21 Unternehmen ist Fipronil in sehr niedrigen Konzentrationen gefunden worden. Der Höchstgehalt an Fipronil beträgt bislang 0,092 mg/kg. Das ist weit unter dem zugelassenen europäischen Grenzwert. Dieser wurde auf 0,72 mg/kg festgelegt.

Insgesamt waren 86 Geflügelbetriebe vorsorglich gesperrt worden. Darunter waren 48 Legebatterien. Derzeit sind noch 51 Betriebe geschlossen, darunter 22 Legebatterien. 26 Legebatterien konnten bereits freigegeben werden, weil keine Belastung mit dem Insektizid gefunden wurde.

Am Mittwoch trifft sich der Parlamentsausschuss Wirtschaft und Landwirtschaft in dieser Frage.

"Packungsnummern mit belasteten Eiern veröffentlichen!"

Der Verbraucherverband 'Test-Aankoop' (Stiftung Warentest) kritisiert die Art, wie die Nahrungsmittelagentur kommuniziert hat. "Aufgrund der mangelnden Kommunikation und Transparenz hat die Nahrungmittelagentur FAVV das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollte."

"Obwohl aus allen Analysen hervorgeht, dass nur eine minimale Gefahr für die Gesundheit besteht, ist es wichtig, dass die Packungsnummern der kontaminierten Produkte - wie in den Niederlanden - direkt veröffentlicht werden. Der Verbraucher muss selbst entscheiden können, ob er die betroffenen Eier konsumieren möchte oder nicht", so Test-Aankoop.

Für die Verbraucher sei es sehr verwirrend, zu sehen, dass Supermärkte Produkte aus den Regalen holen, während sie selbst nicht wüssten, ob die Eier in ihren Kühlschränken belastet seien, schreibt Test-Aankoop. Der Verband fordert von den Ministern Ducarme (Landwirtschaft) und De Block (Gesundheit), die Nahrungsmittelagentur zu verpflichten, die Packungsnummern mit den belasteten Eiern zu veröffentlichen.