Viele Events zum 50. Todestag von René Magritte

Vor genau 50 Jahren verstarb der schon zu Lebzeiten weltberühmte surrealistische belgische Maler René Magritte. Aus diesem Anlass finden das ganze Jahr über viele Ausstellungen und Veranstaltungen rund um sein Werk statt. Im Magritte Museum in Brüssel sind rund 200 seiner Werke zu sehen, wie auch das auf unserem Foto, gemeinsam mit Königin Mathilde.

René François Ghislain Magritte (geboren am 21. November 1898 in Lessines in der wallonischen Provinz Hennegau, gestorben am 15. August 1967 in Brüssel) war einer der wichtigsten Vertreter der surrealistischen Malerei.

Aus der rund 200 Werke umfassenden Sammlung des Brüsseler Magritte Museums stellten die Veranstalter eine thematisch aufgebaute Ausstellung aus der Sicht des sorrealistischen Malers, Poeten und Kunstkritikers Marcel Lecomte zusammen. Lecomte (1900-1966), ein guter Freund René Magrittes, arbeitete lange für die Königlichen Museen für schöne Künste in Brüssel und sein Archiv wurde ebenfalls in die Sammlung des Magritte Museums integriert.

Diese Ausstellung "Marcel Lecomte. Heimlichkeiten des Surrealismus" findet vom 13. Oktober 2017 bis zum 18. Februar 2018 statt. Weitere Infos auf der Webseite des Magritte Museums.

Doch auch andernorts in Brüssel und darüber hinaus finden verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen statt, wie zum Beispiel in den Kneipen und Cafés in der belgischen Hauptstadt, in denen Magritte ein und ausging.

Das wäre zum Beispiel die Taverne „Greenwich“, in der René Magritte mit seinen Freunden Schach spielen ging oder „Het Goudblommeke in Papier“, wo sich die belgischen Surrealisten des 20. Jahrhunderts regelmäßig trafen.

Auch in seinen Wohnorten, dem Brüsseler Ortsteil Jette, wo Magritte zwischen 1930 und 1956 lebte und dem mondänen Badeort Knokke-Heist, wo er seine letzten Lebens- und Arbeitsjahre verbrachte, finden Aktionen statt.

Das Kulturzentrum von Knokke organisiert zum 50. Todestag Magrittes z.B. eine Ausstellung über dessen enge Verbindung mit der See. Eine App bietet zudem eine Magritte-Wanderung entlang der Orte an der Nordseeküste, an denen sich der Maler inspirieren ließ. Mehr Info bietet die Webseite der Magritte Foundation.

Magritte-Expo und Verkauf in Knokke

Die Boon-Galerie in Knokke-Heist zeigt noch bis zum 20. August die Ausstellung „Hommage à Magritte“, bei der sechs Werke von Magritte zu sehen sind. Zwei davon stehen sogar zum Verkauf. „Les perfections célestes“ aus dem Jahr 1930, Magrittes erstes bekanntes Wolkengemälde, ist aber nicht zu erwerben, auch nicht für betuchte Sammler…

Wohl aber „Le Baiser“ aus dem Jahr 1957. Hierfür verlangt die Boon-Galerie 5 Mio. €. Laut Galerist Christophe Boon ist dieses Werk sein Geld wert, denn es hat in den vergangenen Jahren mehrmals gewinnbringend seien Besitzer gewechselt.