Havariertes Containerschiff verließ Antwerpen

Das vor genau einer Woche in der Westerschelde auf Grund gelaufene Containerschiff „CSCL Jupiter“ der chinesischen Reederei China Shipping Line verlließ am Montag den Hafen von Antwerpen. Dorthin war das Riesenschiff geschleppt worden, nachdem es am Montagabend bei Flut aus seiner misslichen Lage geschleppt werden konnte. 12 Stunden lang hatte der Frachter die Zufahrt nach Antwerpen blockiert.

Am Montagmorgen in der vergangenen Woche war die „CSCL Jupiter“ in der Westerschelde vor der niederländischen Ortschaft Bath (Prov. Zeeland) auf einer Sandbank in einer engen Kurve auf Grund gelaufen und konnte erst am Abend bei Hochwasser aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Eine Zeit lang war die Verbindung mit der Nordsee von und nach Antwerpen völlig blockiert. Das sorgte für einen nicht zu beziffernden wirtschaftlichen Schaden nicht nur für im Antwerpener Hafen ansässige Firmen und Reedereien sondern auch in anderen wichtigen Häfen und Stationen in der internationalen Transportkette (z.B. auch im Hamburger Hafen).

Das Schiff wurde danach in den Antwerpener Hafen geschleppt, wo die Schäden in Augenschein genommen wurden. Dort wurde kein nennenswerter Schaden festgestellt, auch nicht unter der Wasserlinie. Das bedeutete, dass die „CSCL Jupiter“ am Montag um 0 Uhr in Richtung Hamburg auslaufen konnte, um danach Rotterdam anzulaufen.

Dort allerdings muss erneut eine Schadensaufnahme gemacht werden. Bei den zuständigen Behörden in Antwerpen verlautete dazu, dass ein Schaden am Rumpf des Containerschiffs noch nicht ganz ausgeschlossen werden könne.

Hochwasser

Die „CSCL Jupiter“ musste um Mitternacht bei Hochwasser in Antwerpen auslaufen um bis 3 Uhr 30 an der Schelde-Nordseemündung zu sein. Bis dorthin wurde sie überdies von zwei Schleppern begleitet. Darauf einigten sich einstimmig der Kapitän des Schiffes, die Hafenbehörden und das Nautische Amt (GNA).

Die „CSCL Jupiter“ lag bis jetzt zwecks Untersuchung im Delwaide-Dock. Der Schaden, der zu der Havarie vor Bath gesorgt hatte, ist aber behoben. Dabei handelte es sich um ein technisches Problem an der Steuerung.