Nur jedes zweite Mofa oder Moped ist zugelassen

Seit dem Jahreswechsel 2015/2016 müssen alle Mofas, Mopeds, Scooter und auch die leichten drei- und vierrädrigen motorisierten Fahrzeuge, deren Geschwindigkeit unter 45 km/h liegt, in Belgien angemeldet sein oder werden. Doch bisher geschah dies nur in rund der Hälfte aller Fälle. Die Verkehrsverbände warnen: Wer sein entsprechendes Fahrzeug nicht mindestens bis zum 10. Dezember anmeldet, kann bestraft werden oder muss mit hohen Anmeldegebühren rechnen.

Febiac, der Verband der belgischen Automobilindustrie, schätzt, dass belgienweit derzeit rund 95.000 motorisierte Kleinfahrzeuge - Mofas, Mopeds, Roller, Drei- und Vierradfahrzeuge (sogenannte Leichtfahrzeuge) und ähnliches, deren Höchstgeschwindigkeit unter 45 km/h liegt, offiziell angemeldet und eingeschrieben sind. Das entspricht weniger als der Hälfte aller entsprechenden Fahrzeuge, die in unserm Land verkauft worden sind. Denn diese Zahl liegt geschätzt bei rund 200.000 Fahrzeugen.

Von Seiten Febiacs werden die Nutzer solcher Fahrzeuge, die noch nicht angemeldet wurden, gewarnt: „Ohne Nummernschild wird man gegen Ende des Jahres nicht mehr fahren dürfen.“ Um ein amtliches Kennzeichen zu erlangen, muss man in Belgien zwei Schritte befolgen. Zuerst muss ein solches Fahrzeug über ein Konformitätszertifikat bei der belgischen Post (Bpost) registriert werden.

Danach erhält der Fahrzeughalter ein Einschreibeformular, über das er bei seinem Versicherer ein amtliches Kennzeichen beantragen kann. Dieses Verfahren kostet eine Gebühr von 42 €. Noch nicht gemeldete „Leichtfahrzeuge“ können problemlos bis zum 10. Dezember regularisiert werden. Das ist auch danach weiter möglich, doch ab dann kostet der „Spaß“ wohl deutlich höhere Gebühren. Wer allerdings zum Jahreswechsel immer noch ohne Nummernschild bzw. ohne Versicherung unterwegs ist und dabei erwischt wird, den erwartet ein Strafverfahren und ein saftiges Bußgeld.