Zaventem: Noch Probleme trotz Streikende

Nach fast 24 Stunden Ausstand der Mitarbeiter des Gepäckdienstleisters Swissport am Brussels Airport in Zaventem am Dienstag konnte am Abend ein Kompromiss gefunden werden, der dem Streik ein Ende bereitete. Doch damit sind die Probleme für die Reisenden noch nicht ganz zu Ende.

Die Gewerkschaften des Swissport-Personals und die Direktion des Flughafen-Dienstleisters einigten sich am Dienstagabend auf Prämien für harte Arbeitstage, auf die Verlängerung von 60 Zeitarbeitsvertragen und darauf, dass pro Schicht mehr Teams eingesetzt werden. Falls Brussels Airlines seinen Vertrag mit Swissport verlängert, stehen weitere Prämien für das Personal auf der Tagesordnung.

Danach nahmen die Mitarbeiter das Be- und Entladen von Gepäck an den Flugzeugen auf dem Rollfeld wieder auf. Als auch die Nachtschicht und die Frühschicht am Montagmorgen dem Kompromiss zustimmten, wurde die Arbeit wieder aufgenommen.

Doch rund 24 Stunden Arbeitsniederlegung haben für ein Chaos gesorgt, das so rasch nicht abgebaut werden kann. Das Gepäck stapelt sich weiter auf und Reisende sollten weiterhin Handgepäck vorsehen, wenn sie ihre Flugreise antreten - zumindest für die ersten Tage nach Ankunft.

Insgesamt mussten 36 Flüge am Dienstag am Flughafen von Zaventem abgesagt werden und hunderte weitere hatten Verspätung. Flugreisende, die am Brussels Airport landeten, hatten und haben ihre liebe Mühe, an ihre Gepäckstücke zu gelangen. Das kann noch eine Zeit lang so weitergehen.

Swissport behandelt rund 60 % aller Flüge in Zaventem, darunter die von Brussels Airlines, Lufthansa, Alitalia, Thomas Cook, Delta Air Lines, Air Canada.